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Wie Du eine Krise als Sprungbrett für etwas Gutes nutzen kannst (inkl. Coachingtechnik)

Erstmal etwas sehr Persönliches: In den letzten Wochen bin ich durch eine schwere Krise gegangen. Meine Frau und ich haben uns getrennt.

Wie ich im Video oben erläutere, hatte es schon monatelang vorher gekriselt. Ich hatte das Gefühl gehabt, dass unsere Beziehung nicht stimmig war, konnte mich aber nicht zur einer Trennung durchringen – bis meiner Frau verständlicherweise der Kragen platze, und es blitzschlagartig zum Aus kam. Ich stand quasi von jetzt auf gleich auf der Straße.

Das war heftig: Keine Wohnung mehr. Getrennt von meinen Kindern. Plus der Kummer der Trennung.

Als ob das nicht gereicht hätte, ereilte mich eine Pechserie, die mich an einigen ziemlich wunden Punkten traf (im Video schildere ich ab Minute 2.54 einige, aber keineswegs alle Erlebnisse).

Zum Beispiel wurde mir mein frisch gekauftes Fahrrad geklaut. Das war damit das Dritte innerhalb von 12 Monaten! Einmal ist Pech. Zweimal ist schon sehr ärgerlich. Aber dreimal? Was für ein Karma ist das denn, bitte schön?

Je mehr Hiobsbotschaften dieser Art auf mich einprasselten, desto ohnmächtiger fühlte ich mich. Warum in aller Welt passierte mir das?

Der letzte Schlag ereilte mich rund eine Stunde vor meiner letzten bigshift.live Show: Eine wunderschöne Wohnung hatte mir jemand in letzter Minute einfach weggeschnappt.

Und das tat vor allen Dingen deswegen weh, weil ich schon beim Betreten der Wohnung das Gefühl gehabt hatte: „Das ist sie“. Bei der passte einfach alles: Lage. Ausstattung. Preis. Und weil ich oft genug erlebt hatte, wie genau das Richtige mit Leichtigkeit zu mir gekommen ist, hatte ich mich darauf verlassen, dass das klappt.

Aber nun fühlte ich mich selbst: verlassen.

Und genau das war der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringen sollte.

WARUM PASSIERT MIR DAS?

In mir keimte eine herbe Wut auf. Ich war stinksauer. Aber auch frustriert. Enttäuscht. Hilflos. Verängstigt. Voller Schuldgefühle. Nervlich durch. Und natürlich: traurig.

Tränen schossen mir in die Augen. Ich konnte kaum noch klar denken.

Aber: Die Uhr tickte.

In einer Stunde sollte ich online gehen. Und live einer Frau zur Seite stehen, die selbst Kummer hatte.

Wie sollte das gehen?

Einfach heucheln und so tun, als ob nichts wäre?

Nein!

Absagen?

So kurz vor dem Start?

Ich wusste nicht, was tun.

In meiner Not rief ich eine gute Freundin an. Und da sie meine Arbeit kannte, fragte sie mich direkt: „Was sagt Deine „Innere Stimme“ dazu?“

„Keine Ahnung“, erwiderte ich patzig.

„Warum nicht?“, hakte sie nach.

Weil ich nicht nur aggro war. Sondern mich auch schuldig fühlte.

Mag sein, dass am Scheitern einer Beziehung immer zwei Leute beteiligt sind: Die Trennung war initial von mir aus gegangen. Ich war hier nicht das arme Opfer. Sondern, wenn schon, der Täter.

Das alles rumorte in mir, ohne dass ich es so klar auf dem Schirm hatte, wie ich es Dir jetzt schreibe.

„Egal“, sagte meine gute Freundin, „was sagt Deine Innere Stimme?“

Ich atmete tief durch.

Die Zeit lief. Bis zur Show waren es keine 40 Minuten mehr.

Ich wollte meine Augen schließen und nach Innen gehen. Aber etwas wehrte sich in mir.

Eine Art Ohnmacht: Was soll das denn bringen? Ich hatte den Eindruck, dass hier Kräfte am Werk waren, die größer waren als ich.

„Geht nicht“, sagte ich.

Meine Freundin ließ nicht locker: „Los jetzt, frag Deine Innere Stimme.“

Während ich laut aufstöhnte, klopfte höflich ein Gedanke an: Was war ich eigentlich für ein Coach, wenn ich jetzt nicht befolgte, was ich anderen Leuten predigte?

Damit kriege ich mich immer.

Ich schloss die Augen.

Nahm Kontakt auf.

Und stellte meine Frage: Warum passiert mir das?

Ein kurzer Augenblick Schweigen.

Dann hörte ich eine Frage.

„Wie lange willst Du noch rumopfern“, fragte mich meine Innere Stimme.

Wie bitte?

„Du stellst die falsche Frage, Martin“, sagte meine Innere Stimme. „Statt Dich zu fragen, warum Dir das alles passiert, schlage ich Dir eine andere Frage vor.“

Aha. Welche, bitte schön?

„Wofür ist es gut?“

Hä?

„Du leidest gerade unter Selbstmitleid, Martin. Mit der Frage „Warum passiert mir das?“ machst Du Dich zum Opfer. Du machst Dich damit schwach und in Gedanken handlungsunfähig. Erkenne, dass Du in der Situation die volle Verantwortung trägst. Einiges hast Du selbst herbeigerufen, und für diesen Teil trägst Du eine Form der Verantwortung. Einiges ist Dir widerfahren, und dafür trägst Du eine andere Form der VerANTWORTung. Wie antwortest Du auf diese Herausforderungen?“

In dem ich jammere, wurde mir siedendheiß bewusst.

Ein liebevolles Gefühl, in das eine wohltuende Note von Versöhnung und Vergebung verwoben war, begann mich zu durchströmen: „Kein Grund, Dich deswegen zu verurteilen, Martin“, ließ mich meine Innere Stimme wissen.

Das tat gut.

Verdammt gut, sogar.

Etwas Zuversicht begann sich in mir zu räkeln.

Bilder poppten nun vor meinem geistigen Auge auf.

Ich war gesund. Das Büro, in dem ich stand, war wunderschön. Die Menschen, mit denen ich zusammenarbeitete, standen mir gerade jetzt alle voll zur Seite.

Erinnerungen stiegen empor, wie gut die Leute in meinem privaten Umfeld reagiert hatten.

Bis auf einige, sehr wenige Ausnahmen, die mich verurteilt hatten, reagierten die Allermeisten verstöndnisvoll, hilfsbereit und aufmunternd.

Ich sah auf die Uhr.

Noch 30 Minuten bis zur Show.

„Du hast das alles so gewählt, Martin“, erläuterte meine Innere Stimme, „damit Du in Deine Kraft kommst. Nutze Deine momentane Situation als Sprungbrett für etwas Besseres. Wenn Du Dich auf die Frage „Wofür ist es gut?“ konzentrierst, findest Du neue Wege.“

Sie hatte recht.

Natürlich waren die Rückschläge, die ich erlitten hatte, alles andere als erfreulich. Natürlich war es menschlich, dass ich mich in der Situation überfordert fühlte.

Mich aber als Opfer fremder Kräfte zu positionieren, verbesserte: nichts.

Im Gegenteil. Dadurch wurde es noch schlimmer.

Und noch etwas wurde mir bewusst: Ich hatte mich mit der Opferhaltung selbst geschwächt. Die Hilflosigkeit. Der Frust. Die Wut. Alles hausgemacht.

Also lag es doch auch in meiner Hand, mich zu stärken.

Wie konnte ich die Situation jetzt nutzen?

Nun: Zum ersten war gleich Show.

Wofür war das gut?

Vielleicht konnte ich in der Show in der Arbeit mit der Frau auch etwas für mich lernen?

Solange die Innere Stimme mich dabei begleitete: Kein Problem.

Gebongt. Die Show ziehe ich durch.

Dann: Wofür konnte ich das Alles jetzt noch nutzen?

Vielleicht, schoss es mir durch den Kopf, konnte ich meine Opfer-Gedanken und -Gefühle studieren, um noch ein bisschen mehr übers Opferdenken zu lernen – und das in einer der nächsten Shows kredenzen?

Ebenfalls: Gebongt!

Ein erstes Ergebnis siehst Du oben.

Das Zweite gibt’s hier!

Und die Show, die ich übrigens an dem Abend gab, kannst Du Dir hier ansehen.

Sie brachte mich in der Tat auf neue Aspekte, die ich ebenfalls in dem Mitschnitt oben verarbeitet habe.

Das Ganze ist übrigens jetzt zwei Wochen her, in denen sich noch einiges mehr getan hat.

Das Geld für das geklaute Fahrrad habe ich eine Woche nach der Show vollständig zurück erhalten.

Vorgestern habe ich die Schlüssel für meine neue Wohnung bekommen. Genau so gute Ausstattung wie mein erster Wunschkandidat. Aber noch bessere Lage. Und ein viel schönerer Ausblick.

Maren und ich haben einen sehr liebevollen Umgang miteinander gefunden, die Trennung gut zu meistern (und damit an dieser Stelle ein großes Danke an Maren, ohne die das nicht möglich wäre.)

Mit den Kids hatte ich in den letzten Wochen eine richtig gute Zeit. Und auch wenn die Situation gewiss nicht immer einfach für sie war und ist: Sie machen mittlerweile schon Scherze, wie sie sich mit dem „Trennungsschmerz“-Argument um Hausaufgaben und ähnlich Unangenehmes drücken können.

Keine Ahnung, wieso, aber sie kennen ganz offensichtlich schon längst die magische Frage, die mir die Innere Stimme erst noch auf dem Silbertablett servieren musste: Wofür ist es gut?

54 Kommentare

  1. Hi .. ich weiß nicht was passiert ist … aber ich wurde von wegen angeblicher häuslicher Gewalt aus meinem eigenen Haus (und meinen 2 Kindern) mit Polizeigewalt geworfen. Was war passiert … ich wollte meine Kinder vor meine Ex-Frau schützen, die vor den Kindern zum 100x eine Riesenszene gemacht hat (Weinkrampf etc.) und nicht bereit war in ein eigenes Zimmer zu wechseln. Das ich sie dann – gegen ihren Willen – nur in ein anderes Zimmer getragen habe … wurde als Nötigung, Freiheitsberaubung etc. gewertet. Ich selbst finde das nach wie vor überzogen, da ich nur meine Kinder schützen wollte.

    Lange Rede kurzer Sinn. Ich habe leider lernen müssen, dass Väter in Deutschland eine rechtlich schlechtere Stellung haben als Mütter (anders als in USA, Benelux und vielen anderen Ländern, die 50:50 sind).

    Die Trennung wurde dann per Anwalt und gerichtsentscheid auf 4 Monate verlängert. Ich hatte dann eine Depression, weil ich von den Kindern getrennt war.

    Ich kann Deinen Text sehr gut nachvollziehen und mitfühlen.

    Nach einem 2 monatigen Tagesklinikaufenthalt kann ich Dir (als Coach naütlrich eigentlich nichts raten) nur mitteilen was mir geholfen hat: Ergotherapie, also zeichnen, Bewegungstherapie… also wirklich 3x die Woche Bewegung/Sport …

    Das mit AirBNB kenne ich, und das war die schlimmste Zeit … habe sogar auf Parkplätzen im Auto übernachtet und das, obwohl ich promoviert bin … mich immer angestrengt habe …

    Also … Kopf hoch … es kommen wieder bessere Tage.
    Stelle Dir vor: Nun kannst Du vielleicht eine tolle Frau kennenlernen … die Du sonst nicht getroffen hättest.
    Natürlich brauchst du schnell Boden unter den Füßen.
    Aber denke dran: Du hast viele Freunde (glaube ich) … die habe ich leider nicht.

    Leider kenne ich nur wenige Videos … weil ich mir nicht immer Zeit genommen habe … aber das hier habe ich gehört … und wollte Dir nur rasch meine Erlebnisse zu dem Thema schreiben.

    VG
    Niko

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  2. Ja klasse deine Beschreibung zu deiner Situation und deinen Emotionen, alles nachvollziehbar! Ehrlich gesagt hat mich deine Opferrolle schon mal genervt, deshalb habe ich mir mindestens 6 Monate nichts angehört von dir. Jetzt habe ich mich erschrocken, wie sich das bei Dir aufgetürmt hat. Meine Empfehlung ist eine Reinigungskur für Körper Geist und Seele, mache unbedingt was für dich und deine Gesundheit!
    Sei es dir wert! Liebe Grüße von mir

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    • Guten Morgen Annette,
      kannst Du vielleicht mal genauer über die empfohlene Reinigungskur schreiben?
      Wo finde ich denn etwas über diese Kur?
      Hast Du die auch schon gemacht und magst vielleicht darüber berichten, schreiben wieso Du sie gemacht hast, welche Umstände haben Dich da hin geführt haben und was ist dann in welcher Zeit bei Dir passiert?
      Ich find`s total spannend!
      Liebe Grüsse von Kerstin

      Antworten
      • Wenn Du auf Annettes Namen oben klickst, kommst Du zu ihrer Website, wo sie genau eine solche Kur anbietet.

        Liebe Grüße

        Martin

        Antworten
        • Aha, ich verstehe!
          Danke Martin!

          Fühl Dich ganz lieb umarmt.

          Liebe Grüsse von Kerstin

          Antworten
  3. Hallo, Martin,
    ich mag alle Deine Shows. Aber die, in der Du Deine Story erzählt hast, hat mich am meisten berührt und sie taucht immer wieder in mir auf, wenn ich sie brauche. Herzlichen Dank dafür.
    Übrigens habe ich in der Show am Drama-Tag durchaus gemerkt, daß etwas nicht stimmt. Das Lachen in Deiner Stimme war weg.
    Ich hoffe und wünsche Dir, daß es bald wieder da ist.
    Herzlichen Dank, Martin, für die tollen Anregungen, Deine Großzügigkeit, Deine Menschlichkeit.
    Lieben Gruß
    Heidrun

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    • Oh, ja: Das Lachen war weg.

      Und ich bin froh, dass ich das hier mit Euch teilen kann. Denn wenn man diese Show in dem Kontext anhört, ist es schon krass, wie einem das Leben immer wieder durch Andere genau die Botschaft sendet, die man gerade in dem Augenblick am dringendsten braucht.

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  4. wow, Martin! Das tut mir so leid zu hören. Obwohl wir uns nicht persönlich kennen, berührt mich das so, als wären wir Freunde. Wahrscheinlich aber auch, weil ich nicht aus meiner Krise rauskomme. Ich musste Quest ja abbrechen, weil ich nicht klar kam mit neuer Situation nach langer Arbeitslosigkeit: Hartz4, Insolvenz und jede Woche neue schlechte News. Vor ein paar Tagen dann der Zusammenbruch. Bin in der Depression gelandet, es geht gar nix mehr. Ich habe einen tollen Job (Bildredaktion in Design Agentur!) abgesagt, weil ich es nicht schaffe. Obwohl ich Monate auf so ein Angebot gehofft hatte. Ich muss sehen, wie ich da rauskomme. Ich wünsche Dir viel Kraft und alles Liebe. Bewundernswert, wie Du daraus eine Coaching Technik entwickelst! LG, Claudia

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    • Danke für Deine Zeilen. Siehst Du eine Chance, an einen Therapeuten zu kommen? Vielleicht kann die Krankenkasse das bezahlen? Manchmal kann unsere Psyche einfach nicht mehr mit einer Situation alleine klar kommen und dann braucht’s einen Profi. Keinen Lifecoach. Sondern jemand, der in so etwas ausgebildet ist und weiß, was zu tun ist.

      Du bist eine starke Frau, Claudio, mit einer Menge Kraft, Stärken und Kompetenzen. Jetzt ist’s Zeit, sich für Hilfe zu öffnen, damit Deine Sonne wieder scheinen kann. Ich drück Dich und wünsche Dir von Herzen, dass Du genau die Unterstützung bekommst, die Du brauchst – und verdienst.

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  5. Gratulation Martin!
    Danke an deinem Befassen mit dir selbst und dem Gedanken des „scheiterns“

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  6. Hallo lieber Martin ich danke dir für deine herrliche offene Ehrlichkeit über deine Sitation denn das ist so echt und sehr berührend und ich glaube wir alle kennen diesePhasen und die opferrolle nur zu gut mir hat auch dabei viel geholfen ein ja dazu zu geben auch wenns weh tat ja ich darf mich jetzt scheisse fühlen ja ich darf jetzt wütend sein usw.dadurch ist eine annahme da und man fühlt sich nicht so opfermässig und vorallen ist man dann in der selbsliebe und macht sich nichts vor und es freut mich sehr das bei dir schon die positive wende eingesetzt hat weitehin alles alles gute denn kein zweifel du schaffst es herzliche grüße Silvia

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    • Ich musste das schreiben, denn alles andere wäre mir falsch und geheuchelt vorgekommen.

      Es war mir auch ein Anliegen, die Gedanken zur Opferrolle zu teilen. Kein Trainer, kein Coach und auch kein „Guru“ ist perfekt und über jeden Veränderungsprozess erhaben. Wir alle gehen durch Häutungen, die nicht immer angenehm sind, weil man Seiten an sich entdeckt, die weniger nobel sind.

      Würde ich das verheimlich, würde ich mich nicht auch von dieser Seite zeigen, würde ich womöglich eher noch einen Schaden anrichten.

      Wie oft habe ich früher bei anderen Trainern gedacht: Wow, wie der alles hinbekommt?

      Und wie erleichtert war ich dann, wenn ich erfahren habe, dass die auch durch Irrungen und Wirkungen gehen?

      Ich find’s wichtig, zu diesen Phasen zu stehen.

      Und danke, dass Du und auch die anderen hier das so gut annehmen.

      Antworten
  7. Martin, Du bist ein starker Typ. Respekt.
    Als ich mich getrennt habe (zwei Kinder), hat ein Freund gesagt „Manchmal muss man sich mit einer Flasche Wein in die Wanne setzen und richtig heulen“. Er ist kein Therapeut, sondern Goldschmied. Aber der Tip war gut. Nicht wegen dem Wein. Wegen dem Heulen. Denn so eine Trennung ist richtig scheiße traurig und tut lange weh. Und wenn man mal oder auch mal öfter nicht stark sein kann in so einer Situation, ist das noch keine Opferhaltung.
    Und eins noch (vielleicht einfach weil es so lange mein Thema war in dem Zusammenhang), es geht nicht um Schuld!
    Alles Gute!!!

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    • Das sehe ich genau so. Ich schäme mich meiner Gefühle in dieser Situation nicht. Wut, Ohnmacht, Trauer, Befürchtungen: All das gehört zu mir, all das gehört zu uns allen.

      Würde ich sie verdrängen, würden sie mir – vollkommen zurecht – penetrant zusetzen. Gefühle wollen vor allem eins, finde ich: gefühlt werden.

      Was die Schuldgefühle betrifft: Davon rumort noch einiges in mir. Vielleicht einfach auch als Erinnerung, zu reflektieren, was an der Situation Meins war und was ich in Zukunft anders angehen kann.

      Antworten
  8. Wow, Martin, das ist wirklich stark, was Du aus Deiner Situation gemacht hast, und du wärst nicht Martin, hättest du dort nicht noch super Erkenntnisse daraus gewonnen. Und für mich kommt dieser Impuls von dir gerade zur rechten Zeit, ich umgebe mich mit Menschen, die im reinen Chaos leben anstatt mich zu fragen, wie ich Ihnen helfen kann, frage ich mich jetzt, nach deinem Impuls, was es mir zeigen will und was ich Gutes daraus lerne. Und ich glaube es ist wahre Toleranz, wahres Verständnis und der wahre Blick für das, was im Leben wichtig ist.
    Und danke noch mal für den Fokus auf die innere Stimme, die bei der Beantwortung ganz viel Liebe mit in die Betrachtung hineinbringt.
    Von Herzen Ute

    Antworten
    • Wenn ich eines in den letzten Wochen gelernt habe, dann das: Ohne die Innere Stimme, ohne Dein Herz würde eine solche Situation schnell in etwas sehr Unangenehmes abschmieren.

      Das ist eine Quintessenz, die mir in der vorherigen Show klar geworden ist: Wenn wir in eine Krise geraten, wenn wir Rückschläge wegstecken, wenn wir verletzt werden (oder auch verletzen), dann ist sehr menschlich, dass man das eigene Herz verschließt, um sich zu schützen. Und genau damit verschließt man sich aber auch der Inneren Stimme, die einem in der Situation so gut helfen könnte.

      Hier gibt’s mehr dazu.

      Alles, was es braucht, ist der Mut und das Vertrauen, sich in dieser Situation zu öffnen. Mir ist das ja nicht soooo leicht gefallen, wie oben zu lesen ist. Und deswegen bin ich dankbar, dass meine gute Freundin mich in der Situation nicht vom Haken gelassen hat.

      Antworten
  9. Hallo Martin,
    mein Mitgefühl und meinen Respekt. Respekt dafür, wie gut du damit umgegangen bist, wie schnell du dein äusseres Leben wieder in den Griff bekommen hast! Ich selber hatte die schwerste Krise meines Lebens vor 4 Jahren, eine Trennung, die nicht von mir ausging und sehr überraschend kam. Mein ganzes Leben brach zusammen. Obwohl ich sehr schnell fragte, Wozu ist das gut, und auch sehr schnell Antworten erhielt, dauerte es monatelang, bis ich wieder halbwegs normal tickte, ûber ein Jahr, bis ich den Trennungsschmerz überwunden hatte und ca. 2 Jahre, bis ich merkte, die Umbauzeit ist vorbei. Alles Liebe dir!

    Antworten
    • Dass das äußere Leben sich gerade wieder von einer besseren Seite zeigt, ist zu einem sehr großen Teil den Menschen zu verdanken, die daran mitwirken. Da ist unglaublich viel guter Willen bei Maren, den Kids, aber auch unserem Bekanntenkreis zu spüren, die ganze Situation mit ganz viel Liebe und Achtsamkeit zu behandeln. Mir kommt’s offen gesagt vor wie ein kleines Wunder. Und ich freu mich darüber und ich bin unendlich dankbar dafür.

      Antworten
  10. Hallo lieber Martin,
    danke für deine Offenheit. Ich bin bestimmt kein emotionaler Mensch, wenn es um Mitgefühl geht. Doch beim lesen deiner Story hatte ich Tränen in den Augen. Ich kann mich auch noch sehr gut an unser Coaching per Telefon vor fast 3 Jahren erinnern, bei der es bei mir um eine Beziehungskiste ging. Seit dem hadere ich immer noch an der Entscheidung, ob es richtig so war. Wo es dann bei mir „Klick“ gemacht hat, war beim Abschnitt „VerANTWORTung“. Ich glaube ich weiss jetzt in welche Richtung ich blicken soll und dass ich Geduld mit meiner Inneren Stimme haben soll um auch dem Neuen eine Chance zu geben.
    – immer wieder schön von dir zu hören 🙂 –
    Liebe Grüße! Joachim

    Antworten
  11. Danke, dass du uns an deinem BigShift live teilnehmen lässt. Alles Gute für euch! ❤️

    Antworten
    • Ja, das ist ein echter BigShift für mich. Nicht nur wegen der Trennung, sondern weil sich bei mir auch innerlich unglaublich viel verändert. Oft ist ja eine Trennung auch Ausdruck von etwas Tieferem, das nichts mit dem Gegenüber zu tun hat – sondern nur mit einem selbst.

      Antworten
  12. Oh, das ist herb. Doppelt, dreifach sogar.
    Wenn man meint, die Antworten gefunden zu haben, sich ganz sicher und ganz richtig fühlt… dann liegt man schon falsch.
    Das wäre die Lektion, die ich daraus ziehen würde und auch ständig muss. Man ist nie fertig und es macht auch nicht immer Spaß, ne?

    Toitoitoi.:-)

    Antworten
    • Genau: Man ist nie fertig. Alles andere zu denken, wäre purer Nonsens.

      Und wenn immer alles beschaulich läuft, kann man auch schnell auf der Stelle trampeln.

      Die Situation hier war und ist schon eine ziemliche Herausforderung, aber sie gibt mir auch eine Chance zu wachsen. Aber nur, wenn ich bereit bin anzuerkennen, dass ich nicht alles weiß und dass ich nicht auf alles immer die richtige Antwort habe. Den Zacken muss man sich halt aus der Krone brechen – sonst bleibt alles beim Alten.

      Antworten
      • Diese Krone trägst du gerne, ich auch. Sonst würde ich sie ja nicht sehen. 🙂

        Im ersten Moment ist es wirklich schwer keine klare Position mehr zu haben oder alles besser zu wissen. Später dann kommt eine gewisse andere Freiheit aus dem: ‚Ich weiß es nicht genau, zur Zeit denke ich so, es kann auch ganz anders sein.‘

        Man muss sich dann nicht mehr so verteidigen, Grenzen abstecken und so.

        Antworten
        • Das Lustige ist, dass eines der ursprünglichen Logos für bigshift.live eine Krone war. Mit 2 Zacken links und rechts und einer Kugel in der Mitte (ähnlich wie hier; https://creativemarket.com/Aleksander1/32556-Crown-an-icon). Die Zacken sollten für unsere beiden Pole Liebe und Freiheit stehen. Die Kugel für die Innere Stimme.

          Keine Ahnung, ob eine Krone nicht sogar als Symbol steht, dass man das Weltliche und Geistige verbindet.

          Ich auf jeden Fall finde es cool, eine Krone zu tragen. Aber nicht immer. Der Kopf wird unbeweglich, Halsstarrigkeit stellt sich ein.

          Wer will das schon?

          Antworten
          • Theorie und Praxis.

            Wenn ein Mann plötzlich mit einem Köfferchen vor seiner eigenen Tür steht, war da wohl nicht viel mit Liebe und Freiheit.

            Oder zu viel an Liebe und Freiheit. 🙂

            Der Grund ist egal. Nur, sich gleich wieder ins ‚Gute daran‘ zu stürzen, halte ich für einen großen Fehler. Meiner Meinung (kann auch völliger Blödsinn sein) ist Bärbel Mohr genau an dieser Haltung gestorben.

          • Liebe Dagmar

            habe den Eindruck, dass es hier nicht wirklich um mich geht.

            Denn Du kennst viele Hintergründe nicht, die zu der Trennung geführt haben, noch kennst Du meine aktuelle Situation (die viele schöne und liebevolle Aspekte beinhaltet).

            Darüber hinaus geht’s in den Artikel nicht ums positive Denken oder um „Bestellungen beim Universum“, sondern darum, die eigenen Opfergedanken zu erkennen und loszulassen.

            Deswegen möchte ich gerne den Ball zu Dir zurück spielen: In wie weit triggert meine Story etwas in Dir an?

            😉

            Martin

          • Button unten ist weg.

            Lieber Martin, NATÜRLICH triggert das etwas bei mir. Sonst würde ich doch gar nicht schreiben.
            Ich erkenne deine Krone und deine Abwehr als die meinen und bestürme sie. Vergeblich natürlich, aber das scheint mir ja doch recht wichtig zu sein.
            Schau, wenn du etwas öffentlich machst, dann bekommst du vielleicht auch die falschen Reaktionen. Soll ich dir besser ganz viel Liebe und ganz viel Kraft und wieder Sonnenschein wünschen??
            urghs.

          • Warum nicht jemanden Liebe, Kraft und Sonnenschein wünschen? Was ist daran verkehrt?

            Und warum kämpfst Du wegen der Krone und einem klaren Standpunkt, der nicht der Deine ist?

          • Solche guten Wünsche betrachte ich mehr als Freikauf. Kurz betroffen, vielleicht auch ernst gemeint, etwas Nettes dazu gesagt und dann kann man wieder gehen.

            Das passt, wenn man gerade auf dem Sofa liegt und Schnappatmung hat, weil alles zusammenbricht.

            Später aber nicht mehr. Das muss du wissen.

            Ich hatte hier durchaus meinen Gewinn, denn ich weiß jetzt wie sich ein ‚klarer Standpunkt‘ für den anderen anfühlt. Lösche das hier einfach alles, ich denke es ist alle gesagt, liebe Grüße 😉

          • Willst Du wirklich, dass ich das hier alles lösche? Ich mache das. Dein Wunsch sei mir Befehl. Aber ich finde unseren Dialog schön.

          • Nö, natürlich nicht, ich dachte, evt. gefällt es dir nicht.

            Soll ich noch mehr sagen? Ich könnte!!:-)
            Zum Beispiel, ich war lange in einem Forum, wo man sich solche Geschichten erzählt hat. Und man war oft nicht nett zueinander (von wegen Sonnenschein und Liebe), und die Kommentare waren zT garstig. Kein zartes Seelchen streicheln. ABER, die die ich mir empört gemerkt hatte, waren immer genau auf dem Punkt. Auch wenn ich das Wochen später erst bemerkt habe.

          • Ich bin auch kein Vertreter des positiven Denkens, dass das Dunkle nicht annehmen mag. Leben hat Beides. Wenn man nur „gut drauf“ ist, nur auf die Sonnenseite schaut und nicht den Schatten wahrnehmen möchte, bekommt man meines Erachtens früher oder später ein erhebliches Problem.

            Das gilt aber auch umgekehrt: All die Leute, die nur auf die Dunkelheit starren und permanent motzen wie „scheiße“ alles ist, sind genau so einseitig, engstirnig und dogmatisch wie die Positivdenkenden.

          • Ich bin kein Dunkelseher, mehr ein unter-die-Türmatte-Gucker.

            Was du hier machst ist eine Krise haben und sie mit deinen alten Gedanken (Opferrolle, Schmetterling etc.) zu erklären und zu lösen.

            Du weißt, dass das nicht geht. Entweder hast du das nicht so gemacht, wie du darüber sprichst oder es passt für dich nicht mehr.

            Und das sehe ich als deine echte Krise (sorry), da hängt noch eigenes mehr dran als Beziehung Wohnung etc.

            Du brauchst neue Gedanken und Impulse.

            Kennst du Maja Storch? Die hat das Konzept der Fremdgehirne und des Ideenkörbchens, das finde ich unfassbar spannend und so simpel.

          • Ja, Du hast recht. Was ich oben geschrieben habe, ist nur ein Teilausschnitt – nicht die ganze Story, die stattgefunden hat.

            All die Details gehören hier aber auch meines Erachtens nicht hin. Einfach schon aus Schutz und aus Respekt für alle Beteiligten.

            Zum Beispiel habe ich nicht erklärt, wie es gekommen ist, dass wir alle aktuell sehr friedlich miteinander klarkommen. Das kommt vielleicht später. Wenn genügend Abstand da ist.

            Das mag erklären, warum Du einiges nicht so nachvollziehen kannst.

            Hinzu kommt auch meines Erachtens, dass Du mich ja auch nicht persönlich kennst. Und auch nicht weißt, wo ich gerade stehe und was in meinem Leben gerade alles passiert.

            Deswegen kann ich verstehen, dass Dir einiges nicht stimmig erscheint.

            Ich hoffe dennoch, dass der eine oder die andere aus der Geschichte oben etwas Nahrhaftes für sich ziehen kann.

          • Wenn man jemanden ein Jahr lang zuhört, kennt man ihn ganz gut.
            Wenn ich dir jetzt, sporadisch immer mal wieder, zuhöre, habe ich das Gefühl in einer Zeitschleife zu hängen. Nichts Neues und du bist so.. angestrengt? (Falsches Wort, eher blass oder besser noch massiv anwesend, aber nicht wirklich da?)

            Für mich ist jetzt hier nichts Nahrhaftes dabei, scheint mir eher aufgewärmt.

            Und die Geschichte selber geht niemanden etwas an, was du daraus machst, natürlich schon.

            Ich bin gespannt auf deine Lösung und will echt nicht mit dir tauschen. Aber ich habe ja meine eigene Krise und bin gar nicht sicher, ob ich das gebacken bekomme.

          • Alle Beiträge von den Diskutierenden hier zeigen deutlich, wie unterschiedlich sie auf die Geschichte reagieren.

            Einige sind sehr inspiriert, einige sind geschockt, einige sind wohlwollend und auch Du hast eine ganz eigene Meinung dazu.

            Ich meine: So wie Schönheit im Auge eines Betrachters stattfindet, so entsteht Inspiration im Geist der Lesenden, Zuhörenden und Zuschauenden.

            Vielleicht ist das, was ich zu sagen habe, wirklich nicht das Richtige für Dich.

            Vielleicht brauchst Du aktuell einfach etwas Anderes für Deine Situation.

            Ich finde das vollkommen ok, und ich hoffe Du auch.

            Bestimmt kreuzen sich noch öfters unsere Wege.

            Und wer weiß, welche Inspiration wir uns noch gegenseitig schenken werden. 😉

          • 🙂 Ich habe ja noch Glück und muss nicht als Vorbild gut Wetter verbreiten. Sondern kann in aller Ruhe meiner Panik das Händchen halten.

            Mal sehen, ob wir uns mal wieder sehen!!:-)

  13. Lieber Martin,

    ja, ich kenne das auch, dass mitten im schwärzesten Kern der Krise manchmal unfassbar Wichtiges, Not-Wendendes passiert. Danke, dass du deines so offen mit uns teilst.

    Wie du schreibst: oft hat mensch das Gefühl die anderen kriegen alles so toll hin … und es ist tröstlich zu wissen, dass wir alle mit dem selben Wasser kochen.

    Ich wünsch‘ dir alle Kraft und Liebe, die es braucht, um die Situation weiter zu einer Fruchtbaren zu transformieren, und dein Lachen wieder zu ermöglichen …

    ganz herzlich, Valentina ♥

    Antworten
  14. Diese eine Frage „Wozu ist das gut?“ habe ich mir mein ganzes Leben immer so gestellt: „Was soll ich vom Leben lernen, was ich noch nicht verstanden habe?“

    Diese Frage hat mich überleben und weitermachen lassen, gab mir Sinn, Kraft und Halt. Sie hat mich durch alle Krisen, und es waren nicht gerade wenige, geführt. Ohne sie hätte ich wohl den Kopf in den Sand gesteckt. Manche Lektionen des Lernens gingen schnell, unkompliziert, andere dafür um so zäher, je tiefer ich blickte und je tiefer sie mich herausforderten.

    Ich finde es erstaunlich, wie klug ich schon vor so vielen Jahrzehnten war, was heute noch immer Gültigkeit hat. Im Moment kann ich dies durch deine Geschichte und den Videobeitrag sehr gut sehen. Ich danke dir für dieses Geschenk ♥

    Ich wünsche dir von ♥ Martin, das du deinen Sinn in dieser Krise entdeckst. Wann immer du ein Ohr brauchst, so hört meines gerne ganz genau hin. Scheu dich nicht, denn ich weiß wie wichtig gerade in solche Situationen es ist, sich nicht einsam und verlassen zu fühlen.

    Ich verstehe das Leben immer so… wir sind Schüler und Lehrer gleichzeitig. Warum also dann nicht mal so herum 😉 Geben und nehmen im Gleichgewicht. Du weißt wo du mich findest und das meine ich wirklich, wirklich ernst.

    Ihr habt mein Mitgefühl für diese Entscheidung. Die wirkliche Größe der Liebe, den wirklichen Respekt voreinander zeigt sich dadurch wie würdevoll ihr gemeinsam diese Situation meistert. Das Ende einer Beziehung muss nicht zwingend das Ende einer Liebe sein.

    Liebe ist das Kind der Freiheit… und wahre Liebe lässt frei, damit sich jeder „artgerecht“ entfalten kann. Das ist das größte Geschenk in meinem Verständnis von Liebe und gelebten Beziehungen.

    Mit liebevollen und mitfühlenden Gedanken bei euch.
    BeaTE

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    • Ja, dem stimme ich zu: Das Ende einer Beziehung muss nicht zwingend das Ende einer Liebe sein.

      Einmal Liebe, immer Liebe, finde ich.

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  15. Danke, lieber Martin, für diese Poesie: „Ein liebevolles Gefühl, in das eine wohltuende Note von Versöhnung und Vergebung verwoben war, begann mich zu durchströmen“!
    Ich bin immer wieder begeistert, wie Du allein durch Deinen Mut, authentisch zu bleiben, wunderbare Wirkung erzielst. Und daraus auch gleich noch ein Angebot für Deine Fans machst. Nicht alle Deine Coaching-Techniken wirken bei mir – das ist sicher normal. Meist lässt sich auch meine innere Stimme gerne erst mal heftig bitten, ehe sie sich überhaupt wahrnehmbar macht. Aber immer, wenn sie sich meldet, steht vorne dran: Denk doch an Martin! Das heißt: Du begleitest mich (in Gedanken) sozusagen als Wegweiser zu mir selbst. Dafür danke ich Dir!

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    • Oh, was für eine Ehre, dass ich Dich in Gedanken begleite!

      Bist Du Dir sicher, dass sich die Innere Stimme erst bitten lassen muss? Ich kenne es eher so, dass sie ganz sehnsüchtig darauf wartet, gehört zu werden.

      Könnte das auch für Dich stimmig sein?

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  16. Hallo, lieber MARTIN,
    kann ich voll nachfühlen. Das ist ein Absturz aus dem vollen Flug – und eine knallharte Landung. Ich drück´ Dir beide Daumen, dass sich das wieder weiter gut entwickelt – und Du genau die Schritte gehen kannst, die jetzt anstehen. Für Dich, Deine Familie und alle, die mit Dir irgendwie verbunden snd. Ich bin sicher, dass sich das auch für „uns“ positiv auswirken wird. Allein diese Show hat schon viel Gutes gebraucht. Es soll alles voll zu Dir zurück fliessen.

    Pass auf auf Dich!
    Karl

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    • Es war ein harte Landung. Aber auch eine, die ich selbst initiiert habe.

      Aber wie bei allem: Erst wenn man es erlebt, weiß man, wie es ist. Vorher sind’s nur theoretische Gedanken.

      Ich bin sicher, dass ich viel aus meinen Erfahrungen ziehen werde – und nach einiger Zeit der Verarbeitung in einer hoffentlich nützlichen Form weiterreichen kann.

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  17. Lieber Martin,

    immer wieder habe ich das Gefühl in den Social Medias, dass alle ihr Leben total auf der Reihe haben, nur ich. nicht. Dass alle erfolgreich und bestens aufgestellt sind – nur ich nicht.

    Ich empfinde deine gnadenlose Ehrlichkeit so erleichternd und heilend. DANKE das du dich so menschlich zeigst und einen tiefen Einblick in dein Innenleben gibst. DAS macht dich für mich zu einem wertvollen Menschen und einem authentischen Erfolgsmensch.
    DAS unterscheidet dich von so vielen Anderen Lehrern und dafür bin ich dir unendlich dankbar. Du gibst mir das Vertrauen in Coaches zurück.

    Alles Liebe zu dir
    Gwynnefer Sylvia

    Antworten
    • Was bei Facebook und Co läuft, ist nichts weiter als PR Arbeit. Man zeigt sich von seiner Sonnenseite – aber nicht das wahre Leben.

      Und das wahre Leben sieht halt so aus, dass wir alle durch Wachstumsprozesse gehen, die uns fordern.

      Die uns auch mal überfordern.

      Die uns zeigen, wo unsere Konzepte nicht greifen.

      Die uns einladen zu lernen.

      Und noch etwas Anderes: Für mich war und ist dieser Artikel ein wichtiger Befreiungsschlag gewesen. Ich habe die Phase der Krise einige Monate mit mir herum getragen. Das hat auch eine Art Distanz geschaffen, weil ich normalerweise immer über das schreibe, erzähle, was mich bewegt.

      In dem Fall ging das aber nicht.

      Und so hatte ich insgeheim das Gefühl, dass ich nicht so in Kontakt mit Euch bin wie sonst.

      Deswegen bin ich froh, dass ich das nun vom Hals habe.

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  18. Hui, das ist heftig! Hätte nicht erwartet, dass jemand, der so einen guten Draht zu seiner inneren Stimme hat, in so eine schlimme Krise geräht. Mir ist dadurch bewusst geworden, dass ich die unbewusste Annahme hatte, dass wenn ich erstmal gelernt habe, immer auf die innere Stimme zu hören, nie wieder (größeren) Schmerz erleiden müsste. Dann hätte man sozusagen den heiligen Gral gefunden. Ich darf wohl noch lernen, zumindest in bestimmten Lebensbereichen, auch die Schattenseiten besser anzunehmen.

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    • Liebe Svenja: Danke, dass Du das geschrieben hast.

      Das „Problem“ war, dass ich in einen sehr heftigen Konflikt verstrickt war, in dem meine Innere Stimme mir die Wahl überlassen hat, wie ich mich entscheide.

      Auf der einen Seite hatte ich das Gefühl, dass meine Ehe nicht mehr stimmig war, auf der anderen Seite wollte ich weder meinen Kindern, noch meiner Frau weh tun.

      Die Vorstellung, Ihnen zu sagen, dass ich einen anderen Weg einschlage, empfand ich als so schmerzhaft und hat mich innerlich so sehr zerrissen, dass ich mich unfähig fühlte, diese Entscheidung zu treffen.

      Ich habe mich in der Zeit immer wieder gefragt, was ich eigentlich als Trainer und Coach den Menschen beibringen möchte, wenn ich meinen eigenen Kindern und auch meiner Frau den Schmerz der Trennung zufügen würde. Die Frage habe ich emotional kaum ausgehalten.

      Jedes Mal, wenn ich jedoch meine Innere Stimme befragt habe, sagte sie, dass es meine Aufgabe sei, mich für einen Weg zu entscheiden. Sie könne und dürfe mir die Wahl nicht abnehmen. Das sei meine Verantwortung.

      Ich habe dann versucht, diese Entscheidung vor mir herzuschieben, immer in der Hoffnung, dass ich eines Morgens aufwache und die Lösung parat habe. Das ist aber nicht geschehen. Im Gegenteil: Jeden Morgen ging es mir schlechter.

      Heute, mit einigen Wochen Abstand, sehe ich, dass mein Aufschieben alles nur noch schlimmer gemacht hat. Dadurch hat sich einfach viel angestaut, das sich dann mit einem Blitzschlag entladen hat.

      „Irgendwie“ hat sich danach aber mit den Kids und Maren vieles zum Guten gewendet. Hätte ich gewusst, was jetzt ist, hätte ich viel eher gehandelt und eine klare Linie gefahren. Aber nachher ist man immer klüger.

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  19. Hallo Martin,

    das mit der Trennung von dir und Maren tut mir leid. Ich ich denke dass alle (du, Maren und die Kinder) halt auch erst mal Zeit gebraucht haben damit umzugehen. Doch manchmal kommt man halt auch in einen Interessenkonflikt und man stellt fest, dass die Lebensziele sich geändert haben. Sei es beruflich oder privat. Man verändert sich bzw. die Lebensumstände verändern einen. Man geht andauernd irgendwelche Kompromisse ein, weil es immer irgend jemanden gibt der mit dem was man macht unzufrieden ist. Sein eigenes Leben sein eigenes Ich gibt man auf zum Wohl der Harmonie und der Freundschaft. Na ja drücke dir ganz fest die Daumen für alles und viel Erfolg weiterhin bei deinen noch anstehenden Projekten

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  20. Hallo Martin,
    Dein Artikel schildert so eindrücklich, dass am Ende das, worauf man sich einlässt, Entwicklung bedeutet – für das Paar und für die (Ex-)Partner.
    Herzliche Grüße
    Alexander und Maren von http://www.raumfuereuch.com

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  21. Wow Martin,
    erstens Respekt vor Deinem Mut, Dich hier so offen zu zeigen!
    Zweitens lieben Dank für die Erinnerung an die RICHTIGE Frage: Wofür ist das gut? Tatsächlich kann ich diesen Hinweis gerade super gebrauchen !!!
    Und drittens Gratulation zu Deinem Umgang damit (Du hast den richtigen Menschen angerufen, der Dich „gelenkt hat) – es ist nämlich tatsächlich – weil wir eben alle Menschen sind – nicht so einfach, das, was man selbst „predigt“ auch umzusetzen, wenn man selbst in der Mitte der Suppenschüssel sitzt 😀
    Also – Hut ab und ein liebes Dankeschön 🙂

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  22. Hallo Martin, vielen Dank für diese berührende Geschichte aus deinem Leben.
    Du bist für mich eine große Inspiration.
    LG, Christian

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