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Warum Selbstliebe einfach alles ändert…

Ich habe keine Ahnung, wie lange ich als Trainer und Coach gebraucht habe, bis ich irgendwann kapiert habe: Echte Veränderung passiert erst dann, wenn man sich in sich selbst verliebt.

Hier ein schönes Beispiel aus unserer Facebook Community: Eine Teilnehmerin führte die „Liebemacher“-Übung für mehr Selbstliebe durch – aber etwas etwas in ihr reagierte immer wieder bockig  – und das nervte sie ungemein.

Verständlich. Aber genau das ist auch das Problem.

Sobald wir etwas in uns selbst ablehnen, beginnt ein Kampf, den wir einfach nicht gewinnen können. Denn in dem Augenblick, in dem wir über uns selbst triumphieren, haben wir zugleich auch verloren.

So oder so macht der Kampf gegen uns selbst keinen Sinn.

Was aber kannst Du tun, um mit etwas, das Dich an Dir selbst stört oder geradezu abtörnt, wieder in Frieden zu kommen?
Antwort: Sieh diesen Anteil liebevoll an.

Und zwar am besten als Kind.

Warum?

Erstens haben wir oft vielmehr Verständnis für ein Kind.

Und zweitens sind unsere schwierigsten und renitentesten Anteile tatsächlich häufig  wie Kleinkinder. Sie reagieren schnell bockig oder verdünnisieren sich, sobald wir auf sie zugehen wollen.

Denn bestimmte Anteile in uns sind im wahrsten Sinne des Wortes in der Zeit stehen geblieben. Vor allem dann, wenn sie aufgrund schwieriger, emotionaler Erfahrungen entstanden sind.

Zum Beispiel: Wenn sich unsere Eltern vor unseren Augen heftig gestritten haben – und wir von einer tiefen Überlebensangst ergriffen wurden. Oder wenn wir gespürt haben, dass unsere Eltern uns einfach nicht so lieben, wie wir sind – sondern uns permanent kritisieren und geringschätzen. Oder wenn man, wie ich, als Kind oft geschlagen worden sind.

Dann kann’s passieren, dass sich etwas in uns absondert und irgendwo ins Nirgendwo unseres Wesens flüchtet. Ängstlich, zornig und tief verletzt.

Und jedes Mal, wenn es in unserem Leben Stress gibt, wenn Leute laut oder abweisend werden, spürt man diese Angst wieder. Diesen Impuls, sich zu verstecken.

Und was als Kind vermutlich  die einzig richtige Reaktion darstellte, taugt im Erwachsenenleben nur bedingt. In unserer Partnerschaft immer wieder weglaufen, hilft ebenso wenig, wie im Job, wenn wir nicht für uns einstehen können und deswegen eine Chance nach der anderen verspielen.

Der Frust, der daraus entsteht, kann uns an einen Punkt führen, an dem wir wegen unseres „Verschrecktseins“ abgenervt sind. Wir würden gerne endlich wieder „normal“ leben.

Wie gesagt: Verständlich. Aber wenig nützlich.

Und so riet ich der Teilnehmerin, ihren Anteil als kleines Mädchen wahrzunehmen.

Was dann geschah, beschrieb die Frau in unserer Facebook-Community so:

Guten Morgen,

ich möchte mit Euch meine Morgen-Erfahrung teilen, die ich beim Liebemacher wahrgenommen habe.

Und zwar habe ich mich an das Webinar vom Mittwoch erinnert, als ich meinen Anteil liebevoll anschaute, wo Martin sagte: „schau das Gefühl doch mal an wie eine süsse Kleine, die schüchtern zwischen die Beine der Mutter durchguckt“

Und da konnte ich das spüren. Ich habe bemerkt, dass ich zwar den Anteil vorher aus dem Herzen angeschaut habe, aber dass ich sie zum Teil immer noch ablehnte oder darüber genervt war oder einen Widerstand dagegen hatte.

Jetzt habe ich eine offene, stille Freude in meinem Brustraum/Herz mit einer gewissen Stille.

Ist das nicht faszinierend?

Und nun Du: Denk an einen Charakterzug an Dir, den Du noch nicht so magst,

Sieh ihn nun wie ein kleines Kind, dass es noch nicht besser weiß.

Was macht das bei Dir?

2 Kommentare

  1. Hallo,
    warum Selbstliebe einfach alles ändert……
    Sich selber zu lieben, ist ein sehr gutes Mittel gegen Angst.
    Das erfahre ich in meiner Praxis immer wieder.
    Schade nur, dass es nur so Wenige können.
    Da habt Ihr noch viel zu tun.

    Herzliche Grüße
    Heike Litzenberg

    Antworten
  2. Super, große Erleichterung. Dankeschön

    Antworten

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