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Warum der Brexit genau richtig ist

Ich gebe es zu: Am Freitag war ich wegen des Brexit geschockt.

Und betrübt. Geradezu depressiv.

Wohin, dachte ich, soll das alles noch führen?

Aber seit  Samstag sehe ich das anders.

Der Brexit ist das Beste, was uns passieren konnte.

Warum?

Die Briten sind – zurzeit – einfach beziehungsunfähig

Sieht man sich die Wahlergebnisse an, dann erkennt man sofort, wie knapp es ausgefallen ist. 52% für den Austritt, 48% für die EU.

Ein klares Zeichen für eine tiefe, innerliche Spaltung, die beziehungsunfähig macht.

Die eine Seite will, die andere nicht.

Wohin das führt, kann jeder an seinen eigenen Beziehungserfahrungen ablesen.

Menschen, die zwischen Nähe und Freiheit hin und her gerissen sind, taugen allenfalls für eine prickelnde Affäre. Für eine feste Beziehung oder gar eine Ehe sind sie – zu dem Zeitpunkt – gänzlich ungeeignet.

Lässt man sich dennoch auf einen solchen Menschen ein, löst man das Ticket für eine heftige Achterbahnfahrt: Geht man auf den Menschen zu, geht er oder sie auf Distanz. Löst man sich von ihnen, laufen sie einem nach. Geht man wieder auf sie zu, gehen sie wieder. Und so weiter.

Das Beste ist in einem solchen Fall: Schnitt, Tschüss und Abgang.

Sollte sich der andere dann doch mal sortieren, kann man – vielleicht – ein neues Kapitel aufschlagen.

Aber bis dahin, fürchte ich, wird es noch ein bisschen dauern.

Denn die Schotten und Nordiren haben sich für die EU entschieden und diskutieren nun, ob sie sich von Großbritannien abspalten oder im Verbund bleiben sollen. So oder so: Lustig wird es in den nächsten Jahren für die Briten nicht, soviel ist sicher.

Auch für die EU kann der Schnitt heilsam sein.

Ich habe keine Ahnung, was in Brüssel vor sich geht.

Aber: Wenn eine Beziehung scheitert, liegt es nie nur an einem Partner allein.

Der Lautstärke der kritischen Stimmen aus vielen Ländern lässt sich zumindest entnehmen, dass etwas deutlich im Argen liegen muss.

Was genau, vermag ich – wie gesagt – nicht zu beurteilen.

Werden  jedoch die EU die Stimmen ignoriert, werden früher weitere Nationen folgen – auch soviel ist sicher.

Warum also nicht den Brexit nutzen und ein neues Kapitel aufschlagen?

Da ja viele EU-Politiker dem Vernehmen nach nicht nur geschockt, sondern gar stinksauer sind: Jetzt zur besten EU aller Zeiten zu werden, ist immer noch die beste Art, den Briten eine lange Nase zu zeigen.

Wie gefährlich ist die Situation?

Das war eine weitere Frage, die mich gestern bedrückte.

Wenn ich den Bankern in meinen Bekanntenkreis vertrauen kann, dann hängt der Euro am seidenen Faden.

Es ist also gut möglich, dass ein Brexit wie ein Stein eine Kette unglückseliger Folgeereignisse anstößt, die unsere Weltwirtschaft erneut in eine tiefe Krise treibt.

Möglich ist das. Leider.

Möglich ist aber auch, dass sich die Situation einigermaßen beruhigt und wir mit einem blauen Auge davon kommen.

Was passiert dann?

Folgt man den Prognosen des Nobelpreisträgers Paul Krugman, so werden die Verwerfungen geringer ausfallen als befürchtet. Die Briten werden, so Krugman, lediglich ärmer. Er schätzt 2 Prozent.

Das klingt nach wenig, aber leider bedeuten 2 Prozent, dass es vielen Briten in den nächsten Jahren finanziell deutlich schlechter gehen wird. Das besonders Schlimme daran: Höchstwahrscheinlich wird es auch diesmal die Armen, die Ungebildeten, die sozial Benachteiligten treffen.

Das sind zwar diejenigen, die den Brexit mehrheitlich herbei gewählt haben (wie ich gleich noch darlegen werde), aber es sind auch diejenigen, die sich dagegen am wenigsten wehren können.

Aber einen Absturz der gesamten Weltwirtschaft noch der britischen Wirtschaft sieht Krugman nicht. Noch nichtmal einen gravierenden Absturzes des britischen Pfundes. Der Kurssturz von 8% gestern ist nichts im Vergleich zu den Kursstürzen in den 70gern (30%) oder 1992 (25%).

Natürlich können sich Experten irren. Aber man bedenke: Es wird noch mindestens 2 Jahre dauern, bis der Schnitt ganz vollzogen ist – genug Zeit, andere, möglicherweise auch bessere Vereinbarungen auszuhandeln.

Da die Pro-Eu Wähler meistenteils jung sind und zu einem erheblichen Teil über wirtschaftliche Kraft verfügen, bin ich sicher, dass sie Wege finden werden, mit uns Lösungen auszuhandeln, die beiden Seiten gut tun. Niemand gewinnt, wenn die Briten ins Hintertreffen geraten. Im Gegenteil: Wir können nur gewinnen, wenn sie gewinnen.

Aber selbst wenn nicht, selbst wenn die Rechten auch das vereiteln und wirklich Mauern hochziehen: Das mag in mittelalterlichen Zeiten durchaus funktioniert haben – heute sind die Grenzen durchs Interweb schon lange außer Kraft gesetzt.

Das eigentliche Problem ist das Opferdenken der Brexianer

Sieht man sich die Wahlergebnisse genauer an, so kann man Interessantes entdecken.

Laut der FAZ (gestützt auf den Zahlen des britischen Meinungsforschungsinstitutes Yougov), sind es vor allem die Alten, die den Brexit wählten.

Menschen, die mit der Schnelligkeit und der Komplexität der heutigen Zeit nicht gut zurecht kommen.

Menschen, die Angst vor dem Fremden haben (Flüchtlinge), die sich von der disruptiven Kraft der neuen Technologien überrollt fühlen und die sich insgeheim die guten alten Zeiten zurückwünschen – wann auch immer diese stattgefunden haben mögen.

Das ist aber noch nicht alles: Glaubt man den Statistiken und der Einschätzung der FAZ, dann sind es auch eher die Ungebildeten und die schlechter Verdienenden, die den Brexit gewählt haben.

Ein Trend, den man überall in der Weltpolitik ablesen kann. Sei es der Aufstieg von Donald Trump oder das Erstarken der rechten Kräfte in Polen, Ungarn, Frankreich, Niederlande oder in Deutschland – die Rechten sind im Aufwind, und ihre Botschaft ist eindeutig: Schluss mit der Gemeinschaft in der Welt. Mehr Ego. Mehr Macht. Mehr Mauern.

Generell ist nichts dagegen zu sagen, wenn ein Mensch oder eine Nation mehr ihr „eigenes Ding“ machen möchte.

Ich gehöre nicht zu den Verfechtern, die meinen, dass nur mit einem starken Wir-Denken die Welt zu einem besseren Ort wird.

Im Gegenteil: Zuviel „Wir“ ist schädlich. Man kann in einer Gruppe schnell die eigene Identität verlieren – und dieser Verlust öffnet Tür und Tor für einen Machtmissbrauch.

Die Nazis und auch die Kommunisten waren beides „Wir“-getriebene Gemeinschaften, die jeden, der nicht ihren Ideologien folgte, verfolgt, gefangen und – wenn sie es konnten – auch umgebracht haben. Möglich war das, weil viele unwissend und vor allem unbewusst mit der Masse mitgelaufen sind.

Die beste Medizin gegen Diktaturen ist deswegen ein gehöriges Maß an Wachheit, Eigenständigkeit und Individualität.

Das Problem der aktuellen Rechten ist jedoch ihr Opferdenken. Denn die Rechten vertreten die Politik des – ich wähle bewusst diesen Ausdruck – „kleinen Mannes“.

Den meisten Brexit-Wählen stinkt es, dass „die da Oben“ machen, was sie wollen – und dass sie sich dem beugen müssen.

Das ist Opferdenken pur.

Wer so denkt, sieht den Feind im Äußeren und macht sich damit: schwach.

Man erlebt und interpretiert die Welt aus der Perspektive eines Kleinkindes, das sich gegen die Eltern nicht wehren kann – und sich deswegen ohnmächtig fühlt.

Das mag für die Kindheit eine angemessene und realistische Einschätzung der damaligen Situation gewesen sein.

Aber wer dieses kindliche Denken nicht ablegt, sondern so auch sein Erwachsenen- und damit auch sein Berufsleben gestaltet, wird wenig Freude haben.

Zu Erfolg kommt man mit dieser Haltung jedenfalls nicht.

Im Gegenteil: Wer sich klein macht, wer Verantwortung für die eigene Lage abgibt, wird in diesen Zeiten sozial und finanziell noch mehr verlieren und möglicherweise in die Armut abrutschen. (Siehe auch meine „3 Thesen„).

Mehr dazu gleich.

Wenn man allerdings davon ausgeht, dass der Brexit zu einem großen Teil von einem „die da Oben“-Denken angetrieben wurde, wird verständlich, warum viele Brexianer den Bruch mit der EU bejubeln.

Ihnen wurde über viele Jahre hinweg eingebläut, dass die EU die Ursache für ihre wirtschaftlichen Probleme sind. Speziell die Boulevardpresse hat massiv gegen die EU Front gemacht.

Kein Wunder, dass viele Brexianer glauben, dass sie tatsächlich einem Joch entflohen wären und damit nun endlich (!) das goldene Zeitalter eingeläutet hätten.

Dass sie von Demagogen getäuscht wurden, werden vermutlich die ersten gemerkt haben, als eine der entscheidenden Galionsfiguren des Brexit, Nigel Farage, nur wenige Stunden nach der Bekanntgabe der Wahlergebnisse ein zentrales und wichtiges Wahlversprechen widerrufen hat.

bus
Zu Deutsch: Die Briten senden  der EU jede Woche 350 Millionen Pfund, die man doch besser in die eigene Gesundheitskasse stecken solle.

Dass es unterm Strich nur 110 Millionen Pfund sind, ist die eine Sache.

Dass aber Farage schon Stunden später diese Aussage als Fehler disqualifiziert und dabei seine anderen Mitstreiter diskreditiert hat, zeigt, auf welch dünnen Eis der Brexit gebaut ist.

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Doch sei es, wie es sei:

Der Brexit ist ein Silberstreif am Horizont des Opferdenkens.

Denn die Brexianer haben interessanterweise etwas Richtiges getan.

Um aus dem Opferdenken auszubrechen, muss man als erstes sein Leben selbst in die Hand nehmen und sich aus der „die da Oben“-Haltung verabschieden.

Wie ein Pubertierender sich vom Elternhaus abnabeln muss, um auf eigenen Füßen zu stehen, so haben die Brexianer das eigene Geschick an sich gerissen.

Das lässt hoffen.

Aber der Brexit alleine reicht nicht.

Verantwortung zu übernehmen heißt zum ersten, aufzuhören, anderen, namentlich „den da Oben“ (sprich „EU“, „Politiker“, „Kapitalisten“, „Flüchtlingen“ etc.), die Schuld für die eigene Misere zuzuschieben.

Und es bedeutet zum zweiten, sich selbst als Verantwortlicher der eigenen Situation anzuerkennen und danach zu handeln.

Ob die Brexianer auch diesen Schritt gehen werden, wird die Zukunft zeigen.

Ich wünschen ihnen das – sehr.

Gelänge ihnen dieser Wachstumssprung, wären sie zum ersten Mal wirklich in der Lage für eine feste Beziehung in der Staatengemeinschaft.

Denn für ein gelungenes Wir braucht man ein starkes Ich.

Was meinst Du dazu?

64 Kommentare

  1. Absolut meine Meinung. Du sprichst mir aus der Seele.
    Ich habe beim Ergebnis ebenfalls gesagt „Na und“
    und gedacht, hoffentlich lernt auch die EU daraus und begibt sich nicht auch noch in die Opferrolle.

    Hoffen wir das Beste.

    Grüße aus Metz

    Antworten
    • Meine Meinung:
      Warum respektieren und akzeptieren wir die britische Entscheidung nicht einfach? Warum muss in alles etwas hineininterpretiert werden? Warum Ängste geschürt; Katastrophen vorhergesagt und Menschen verurteilt?
      Sie haben einen Grund gehabt, die EU zu verlassen. Hätten sie sich in der Gemeinschaft wohl gefühlt, wäre es wohl nicht dazu gekommen. Mal ehrlich, was ust denn die EU? Eine Gemeinschaft, die eigentlich gar keine ist…..in der fast jedes Land kneift, wenn es um Pflichten geht, im Gegenzug aber die Hände aufhält, wenn es um die Verteilung von Geldern geht. Von Beginn an auf falsche Füße gestellt. Zuerst hätten die Rahmenbedingungen, die für alle Länder gelten sollen, vernünftig festgelegt werden sollen. Dazu gehören einheitliche soziale Sicherungssysteme (Renten-, Krankenversicherung, soziale Absicherung, Mehrwertsteuer usw.).
      Ich jann die Briten durchaus verstehen. Und die Panik bezüglich der Handelsbeziehungen ist doch hausgemacht. Oder brauchen die keine importierten Waren mehr? Die Schweiz gibt es übrigens auch noch……auch ohne EU.

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      • Das ist auch meine Hoffnung.

        Antworten
    • tut mir leid, lieber Martin, ich kann es immer wieder nicht fassen, wie wenig den Menschen und auch Dir, die wahren Hinter- und Beweggründe der „großen Politk“ dabei bewusst sind. Wer zieht in Wahrheit hier die Fäden und warum? Es ist doch inzwischen alles eine Farce, die uns braven Bürgern vorgegauckelt wird. Bitte schaue Dir einmal alternative Medien an wie Querdenken.tv oder bewusst.tv mit Alexander Wagandt oder unendlich viele andere. Nachdem, was ich von Dir lesen konnte, scheinst Du Dich immer noch der Print Medien zu bedienen, sorry, wenn ich mich irre. Wer jetzt noch nicht aus seiner Kinderwelt erwacht ist und begreift, was auf diesem Planeten abläuft, der will es auch nicht wirklich wissen!! Zu keiner anderen Zeit war es möglich, sich so gründlich und umfassend zu informieren.
      Hoffe, ich konnte dienlich sein, MarieJo

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      • Nein. Dienlich finde ich das nicht.

        Im Gegenteil: Deine Rhetorik zeig erhebliche Schwächen. „Wer jetzt noch nicht aus seiner Kinderwelt erwacht ist und begreift, was auf diesem Planeten abläuft, der will es auch nicht wirklich wissen!“

        Das bedeutet also, dass jemand, der Deine Meinung nicht kennt, in der Kinderwelt lebt?

        Was ist das denn für eine Logik?

        Und Du machst es sogar noch schlimmer: „Und der will es auch nicht wissen.“

        Ich wiederhole mal: Ich habe nichts von dem gehört, was Du für richtig hältst. Deswegen bin ich nicht nur ein Ignorant. Ich will auch noch einer sein.

        Das macht einfach keinen Sinn.

        Kommst Du mal von Deinem hohen Ross herunter und redest wieder auf Augenhöhe mit uns Normalsterblichen, die Deine „alternativen Medien“ und vor allem die angeblich „wahren Hintergründe“ noch nicht kennen?

        Antworten
    • Zitat : Die beste Medizin gegen Diktaturen ist deswegen ein gehöriges Maß an Wachheit, Eigenständigkeit und Individualität.
      – Ich find´s Gut – Auch diese Beiträge beschäftigen sich zu viel mit den Britten, wir sollten uns lieber um Brüssel kümmern ( ein Moloch von Egozentrikern und Rechthabern ) Auf Grund meiner vielen Reisen “ Weltweit “ bin ich irgendwann Europäer geworden , jetzt erscheint mir das, als zuwenig .

      Antworten
  2. Lieber Martin, danke für diesen Kommentar.
    Ich muss tatsächlich gestehen, dass ich mich nicht sehr über den Brexit informiert habe. Da ich die Infos aus den Medien beziehen müsste und wenig differenzieren kann, welche “Wahrheit“stimmt.
    Deinen Kommentar empfinde ich als stimmig, hilfreich für mich, meine Meinung zu formen und sehe es als gewinnbringend für mich, aus den sorgenvollen, bedrückenden Gedanken auszusteigen, das Positive daran beleuchtet zu sehen und zu wissen: es kommt so wie es kommt und das ist gut.

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    • Sehr geehrter Herr Martin Weiss,

      da bin ich einer Meinung mit: Anja sagt: vom 25. Juni 2016 um 15:52

      Mich interessiert mal, wer der wirkliche Initiator dieses Blog ist. Vielleicht könnten Sie darauf eine ehrliche Antwort geben.
      Der ganze Artikel ist so verfaßt, weshalb er auch leicht zu durchschauen ist. Das „Muster“ darin ist leicht zu erkennen.

      Es soll die Menschen anderer „Nationen“ und der eigenen davon abhalten, den gleichen Schritt zu gehen und wieder Erwachsen zu sein, wie die Briten es taten, sprich: „Die eigene Verantwortung für die nationalen Belange WIEDER in die eigenen Hände zu nehmen !“

      Es ist wie mit dem Patienten, der ständig zum Arzt läuft, der an der Praxistür die Verantwortung für seine eigene Gesundheit in die Hände des Arztes legt. Viele Patienten müssen sich daher nicht wundern, warum sie einfach nicht gesunden !

      Meine ehrliche Frage:
      Warum können wir, besonders der deutsche Mainstream und seine Auftraggeber, die schlechten und dazu noch völlig inkompetenten „Pseudo-Konstrukteure“ des EURO und der EU, es einfach nicht lassen, uns in die persönlichen Angelegenheiten anderer Länder einzumischen ?

      Zitat:
      „Denn die Brexianer haben interessanterweise etwas Richtiges getan.
      Um aus dem Opferdenken auszubrechen, muss man als erstes sein Leben selbst in die Hand nehmen und sich aus der „die da Oben“-Haltung verabschieden.“

      (Anm.:
      Wieso haben die Brexianer auf einmal interessanterweise etwas Richtiges getan ?

      Vor dem Brexit wurden jede menge Horror-Szenarien den EU-Völkern erklärt, was alles passieren könnte und würde, wenn die Briten es wahr machen würden. Und die Briten haben es Wahr gemacht !
      Und nun kommen Sie (…wer auch immer wirklich dahinter steckt etc.) auf einmal daher und schreiben das Gegenteil von dem, was pausenlos mit einer Trommelfeuerartigen Mainstream-Berichterstattung wir haben über uns ergehen lassen müssen. Genau wie die Ukraine-Bericht-Erstattung !

      Hinweis:
      Bevor es die Totgeburt EU mit dem falschem Euro gegeben hat, gab es einmal die EG …. EWG. Und die haben immer besser funktioniert als das jetzige Konstrukt ! Auch ohne Kriege ! Und die DM war immer ein verläßliches und stabiles (WWW) Weltweites Währungsmittel, was einmal dem deutschen Volke gehörte ! Was man vom EURO nicht behaupten kann !

      weiter im Text schreibt Herr M. Weiss:
      „Wie ein Pubertierender sich vom Elternhaus abnabeln muss, um auf eigenen Füßen zu stehen, so haben die Brexianer das eigene Geschick an sich gerissen.“

      (Anm.:
      Wenn dem so ist, wie Sie schreiben, dann müßten folgerichtig mittlerweile einige EU-Mitglieder im pubertierendem Alter sein ! Wie in der Praxis es sich ja schon zeigt !

      Somit wäre die Zeit gekommen, sich aus den Fängen des EU-Elternhauses zu verabschieden ! Damit alle Europa-Länder sich ein eigenes Europa mit Souveränen Vaterländern weiter aufbauen können !

      Die Briten mußten es nicht an sich reißen ! Sie waren lange schon Erwachsen. Sie haben nur die Reißleine gezogen, um zu verhin“t“ern, daß sie völlig entmündigt werden, so wie es den anderen EU-Nationen ergehen wird, wenn sie nicht endlich aufwachen sollten !

      Auch Deutschland sollte schnellstens darüber nachdenken, den Dexit per Volks-Abstimmung zu beschließen !

      Begründung:
      Um weiteren Schaden vom deutschen Volk abzuwenden, den uns die führenden und mittlerweile Links gesteuerten Politiker der Alt-Parteien-Klicke uns verursacht haben, ungeachtet der schon massiven Widerstände im Volk, einschließlich bis zum Bundes-Präsidenten.

      Die EU als „Elternhaus“ der EU-Mitglieds-Länder zu bezeichnen, ist schon sehr vermessen. Jedes „EU-Mitglied“ war vor den Zeiten der EU immer ein souveränes eigenständiges Land mit einer eigenen Identität, Kultur und mit eigenen Grenzen !

      Ein Land ohne Grenzen ist kein Land mehr !
      Es ist daher nicht mehr Souverän !
      Es besitzt keine eigene Identität !
      Es besitzt somit auch keine eigene Kultur mehr !

      Frage an Herrn Martin Weiss:
      Was spricht denn gegen ein vereintes Europa mit souveränen Vaterländern mit ihren eigenen Identitäten und der Möglichkeit, über die Finanz- Außenhandel und Außen-Politik selber zu entscheiden ?
      Kein Land braucht eine übergeordnete Institution, die ihnen vorschreibt, wie es ihr Geld auszugeben hat bzw. mit welchem Finger in welchem Loch zu bohren ist, oder wie eine Klo-Brille beschaffen sein sollte etc. !

      Kein Volk will wirklich Krieg ! Es sind immer nur bestimmte Interessens-Gruppen und wohlhabende Einzel-Personen, die nichts mehr mit Ihrem Leben etwas anzufangen wissen, statt der Menschheit zum Wohle zu dienen !

      Denn genau dieses Ansinnen (…auch Bevormundung genannt etc.) macht die Menschen so wütend, daß sie sich bewußt aus Trotz und mit Recht und anders entscheiden, als die nicht demokratisch gewählten EU-Zerstörer (Sarg-Nägel !) es sich erhofften, deren einziges Bestreben ist, Ihr Überleben zu sichern !

      Die Politiker sind es, die dem Volke zu dienen haben ! Denn vom Volke werden sie gewählt und bezahlt(!) ! Somit haben sie den Volks-Willen zu respektieren !

      Nur wer sein Volk liebt, braucht keine „Migrations-Waffe“, um es am Leben zu erhalten !
      Ändern wir die Familien-Politik und die Nachwuchs-Problematik läßt sich leichter beheben.

      Dieses Blog dient scheinbar dazu, um die Stimmungslage auch in Deutschland zu zu einem möglichen Dexit erforschen. Das Volk trifft unabhängig seine richtigen Entscheidungen, egal was die Umfrage-Institute und der Mainstream erforschen, die schon immer falsch gelegen haben ! Umfragen dienen auch dazu, Meinungen zu manipulieren. Lassen Sie es einfach sein.

      Ich mußte hier abbrechen, um mich nicht zu verlieren, weil vieles aus meiner Sicht nicht richtig ist, was Sie da schreiben.

      Mit freundlichen Grüßen
      Tomy

      Antworten
    • Hi Tomy

      den Blog schreib ich. Meistenteils alleine. Und ich finanziere mich über meine Seminare. 😀

      Also: Hier findet keine Verschwörung statt.

      Sie schreiben: „Was spricht denn gegen ein vereintes Europa mit souveränen Vaterländern mit ihren eigenen Identitäten und der Möglichkeit, über die Finanz- Außenhandel und Außen-Politik selber zu entscheiden?“

      Nix. Finde ich.

      „Dieses Blog dient scheinbar dazu, um die Stimmungslage auch in Deutschland zu zu einem möglichen Dexit erforschen.“

      Nö. Wie gesagt: Ich schreibe, was ich denke. Auch wenn es Ihnen und einigen anderen nicht so gefällt.

      Ich respektiere, dass Sie anders denken. Akzeptieren Sie denn auch, dass Ihre Gedanken eben nicht das gesamte Volk repräsentieren? Es gibt eine Menge Menschen, die halt anders denken als Sie – und auch anders als ich. So ist das Leben.

      Antworten
    • Ich sehe es auch so. Mir gefällt vor allem (weil es stimmig ist) der Vergleich zu Beziehung in einer Partnerschaft von zwei Menschen, wo es über gewisde Zeitspannen hinweg immer wieder Verletzungen und Krisen gab, die ungeklärt geblieben sind und am Schluss geht dann halt einer. Alle tun dann erstaunt können es sich nicht erklären, sind zunächst verletzt, vielleicht wütend, enttäuscht, manche zanken sich noch jahrelang weiter ( vor allem wenn beide nicht erwachsen geworden sind). Ich sehe es so: Krisen sind deshalb vom Universum geschaffen worden, um Veränderung erst möglich zu machen. Trennungsprozesse sind nötig auch wenn es erst einmal weh tut und für den einen oder anderen oder beide Konsequenzen hat.

      Noch eine Anmerkung: Hier hat dann noch einer gepostet, dass die eigentliche Wahrheit, was so los ist auf der Welt von medien wie bewusst.tv usw. kommen. Das sind die eigentlich ehrlichen Aufklärer… Erinnert mich daran, dass jeder in diesen diversen Szenarien, egal ob es sich um globale ereignisse oder runtergebrochen auf die beziehungsebene „nur“ zwischen zwei menschen abspielt, es sich immer um ihre wahrheit handelt die für sie immwr absolut richtige ist. Für mich gibt es nicht nur dieae eine richtige Wahrheit!
      Aber Martins Sichtweise finde ich, ist zumindest nah an meiner Wahrheit dran und er hat mir diese auch ziemlich gut nahe bringen können…

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  3. Viel mehr als Euro und, Beziehungsfähigkeit etc. sorgt mich, dass es ein Signal an andere EU-Länder sein könnte und dass die EU damit eine der beiden Atommächte und einen der beiden dauerhaften UN-Sicherheitsrat-Sitze verliert. Außerdem an Größe und damit Bedeutung. Das alles ist in einer Welt, in der es mehr Unruhe und wirtschaftliche Probleme gibt, als vor 10, 20 Jahren, ein Risiko. Das schwächt die EU und damit uns alle.

    Die Zeit wird zeigen, was aus der EU wird. Schlimmstenfalls war es ein (gescheitertes) Experiment der Jahre 1993 bis vielleicht 2020.

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    • Für die Politik gilt für mich das gleiche wie die Liebe. Wer die Beziehung nicht wirklich will, den kann und sollte man nicht halten.

      Wenn die Franzosen, Niederländer und all die anderen wirklich aussteigen möchten, ist es besser, einen Schnitt zu machen und neu anzufangen.

      Wenn sich Nationen trennen, bedeutet das ja nicht, dass man trotzdem gut zurecht kommen kann. Es gibt ja auch Scheidungen, die gelingen.

      Was die Frage der „Größe“ angeht: Ich glaube, dass Erfolg nicht allein auf Größe fußt, sondern auf Vernetzung. Das kann man gut an dem Schicksal der Sowjetunion und der DDR ablesen. Die waren sehr isoliert und sind damit auf ganzer Linie gescheitert.

      Unsere Zukunft wird meines Erachtens danach entschieden, wie gut wir Deutschen und Europäer und die Welt insgesamt zusammenspielen kann. Und das Zusammenspiel findet nicht in irgendwelchen Hinterzimmern der Politik statt. Sondern zwischen uns allen. Hier im Netz. Im täglichen Miteinander. Wenn wir in den Urlaub fahren. Wenn wir eine EM feiern. Und vor allem: Wenn wir Business zusammen machen. Kein Politiker, auch kein Brianer wird sich in einer Demokratie lange halten, wenn unterm Strich die Zahlen nicht stimmen. Und eine globale Wirtschaft scheitert, wenn die Vernetzung aufhört und Isolation beginnt.

      Meine Vermutung: Selbst wenn die EU scheitern sollte (was ich nicht glaube), werden sich Wege finden, gut miteinander zusammen zu arbeiten.

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  4. Hallo Martin,

    Hut ab, absolut auch meine Einstellung und Meinung hierzu.
    Dem ist eigentlich nichts mehr hinzu zufügen. Sehr Weise alles auf den Punkt gebracht, kann ich alles vollstens unterschreiben. Die EU aber auch unsere politisches Handeln bzw. komplette System muss sich dringend ändern und reformieren. Nur so hat unsere gemeinsame Zukunft eine Chance! Alles bisherige wird eher früher als später in sich zerfallen und sich auflösen.
    Von daher, ist der Brexit fast auf allen Ebenen als Positiv zu betrachten, vielleicht auch nur aus späterer Sicht betrachtet.

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  5. Für mich sitzen die Sargnägel der EU in Brüssel und der EZB, deren Beschlüsse und Vorgehen haben nur noch homoöpathische Anteile von wirklicher Demokratie. Wenn die Regierungen Angst vor dem Abstimmverhalten der Bürger haben, dann haben sie die letzten Jahre gegen den Willen und die Interessen der Bürger (deren Angestellte sie eigentlich sind) gearbeitet.

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    • Stimmt. Die ganze politische Angstmache der Pro-EU Politiker hat ja den Brexit auch nicht verhindert. Und ich stimme Dir zu: An dem Scheitern haben beide Seiten mitgearbeitet.

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    • endlich mal ein gescheiter Kommentar, danke an Klaus

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  6. Es stimmt, dass da etwas ist, was nach der ersten Verwunderung einen kreativen Impuls gibt. Für die Briten werden die deutschen Autos zu teuer. Das wird ein Chance sein, wieder eigene, nachhaltigere Autos zu bauen. Die Briten werden entlang der Küste überall Windräder aufstellen und dann überwiegend Elektroautos fahren. Das ist nur ein Gedanke, der beispielhaft zeigt, dass in einer Krise immer auch eine Chance liegt.
    Und das gleiche gilt für die EU. Die Vorteile der EU sind Wohlstand und Wirtschaftswachstum. Dass wir den Friedensnobelpreis kollektiv zurückgeben müssten, ist doch spätestens seit der Flüchtlingskrise klar. Wir wollen ein Europa der Menschlichkeit und nicht der Technokratie. Wenn das erreicht ist, kommt England zurück.

    Antworten
    • Das sind gute Gedanken, Christoph!

      Antworten
  7. Ich denke auch, dass der Brexit eine Chance darstellt und sehe ebenfalls die Parallelen zu einer Beziehung: Es ist wie ein heftiger Streit bei einem Paar. Der ist unbequem, vielleicht auch schmerzhaft und verletzend, und manchmal wirft man sich auch Beleidigungen an den Kopf 😉 – aber er ist eine große Chance, die Beziehung zum Besseren zu wenden. Die Partner streiten ja, weil sie unzufrieden sind und glauben, dass es auch besser ginge. Was beide Partner tun sollten, ist, sich genau anzuschauen, was sie unzufrieden macht und dann an diesen Punkten zu arbeiten.
    In Bezug auf Großbritannien und Europa kann der Brexit deshalb meiner Meinung nach bedeuten, jetzt zu gemeinsamen Werten zu finden, in denen wir uns alle wiederfinden, die uns wirklich etwas bedeuten und die uns zusammenschweißen. Auch über Ländergrenzen hinweg.

    Antworten
  8. Na ja, die Briten fahren seit Jahren auf der falschen Strassenseite – warum ist das bloss noch niemandem aufgefallen? Ach so, wir könnten ja auch alle links fahren…
    Aber im Ernst: Ich sehe diese Situation auch als Chance. Und zwar für alle Beteiligten. Mal etwas Hirn investieren um herauszufinden, weshalb die Idee von der EU die Mehrheit der Briten nicht zu faszinieren vermag – grad so wie es uns in der Schweiz ergeht.

    Antworten
  9. Die Europäische Union würde den Mitgliedern damals als eine Möglichkeit vorgestellt besser miteinander habdeln zu können, nicht aber als eine aufgedrängte höherstehende Regierung. Letztenendes haben die Mitglieder der EU was ganz anderes unerwünschtes bekommen als versprochen. Es ist nur verständlich, dass die da wieder rauswollen. (Griechenland hat man auch Hilfe versprochen, woraus aber der systematische Ruin durch lauter Schlupflöcher seitens Deutschland in Verträgen erfolgte, die sich für die Griechen wie die erhoffte Lösung anhörten.)
    Ehrlichkeit ist ja nun mal nicht in in der Politik.

    Antworten
  10. Hallo Martin,

    ich denke, dass es den Briten durch den Brexit bald besser gehen wird. Die EU wird immer mehr zu einer ‚Diktatur‘. Das Wohl des einzelnen steht immer mehr im Hintergrund und wird von den ‚Großkonzernen‘ überrollt. Sprich: Fracking, TTIP, Glyphosat, CETA etc. Die Flüchtlinge wurden/werden uns förmlich ‚aufgedrungen‘. Wir wurden weder gefragt ob wir dies wollen bzw. ob wir dies auch können. Ich sehe nur, wie sich meine Umgebung jetzt negativ verändert hat (Stadtteil von Bonn). Ebenso sehe ich diesbezüglich eine Spaltung in der Bevölkerung. Niemand wagt es offen und ehrlich zu sagen. Viele sagen es aber mit ‚Umwegen‘.
    Eigentlich werden wir so gesehen gar nicht um unsere Meinung gefragt. Alles wird bestimmt. Ich sehe immer weniger ‚Wohlstand‘ um mich herum. Vor allem ältere Leute rutschen immer mehr auf HartzIV Niveau ab. Familien mit Kinder scheinen es auch nicht leicht zu haben. Was auf uns zukommen wird ist, dass wir mehr für Griechenland bezahlen müssen. Die Briten fallen ja jetzt weg. Ob wir in 10 oder 20 Jahren unser Rentensystem aufrechterhalten können bezweifel ich. Das Geld ist bis dahin sicher aufgebraucht. Außerdem muss ich noch hinzufügen, dass jedes EU Land seine eigene Kultur hat. Brüssel macht da einen großen Fehler. Man kann die verschiedenen EU-Länder einfach nicht über einen Kamm scheren. Das führt früher oder später dazu, dass sich die Bürger wehren werden. Man sieht das ja schon in Frankreich. Ich denke, dass ist mit unter ein Grund für Brexit. Der nächste Kandiat für einen Exit scheint ja bald die Niederlande zu sein. Kommt es auch dort zum Referendum bin ich davon überzeugt das es zum Nexit kommen wird. Ich hege schon mal die Vermutung, dass alles so geplant wude um die EU mit der Zeit aufzuheben. Die einzelnen EU Länder sind so hoch verschuldet, dass man diese Beträge einfach nie mehr ausgleichen kann. So gesehen müsste das ganze System reformiert werden. In der Vergangenheit, hat man einen Schuldenabbau immer über Kriege gemacht. Die Spaltung der Bürger ist ebenso eine Kriegsstrategie/Schwächung.
    Die FED druckt ohne ende Geld (elektronisches Geld) und die EZB macht dies ebenso. Dax und Co klettern und klettern. Wirtschaftsdaten werden manipuliert. Das Schottland und Irland in der EU bleiben möchte ist mir klar. Die EU besteht bald nur aus bedürftigen Mitgliedsländern. Ich weiß nicht, wohin all dies führen wird. Aber so zuversichtlich bin ich im Moment nicht.
    Wünsche den Briten gutes gelingen. Ich denke, der Brexit war die richtige Entscheidung und die beste Entscheidung die sie machen konnten!

    Viele Grüße,

    Anna

    Antworten
  11. Ich sehe das so: Brexit: Thema verfehlt!

    Genau genommen haben die Briten nichts Wesentliches entschieden. Ihre Entscheidung geht am Problem vorbei. Brexit ist lediglich ein Zeichen des weltweit wachsenden Unmuts.
    Die Menschen sollten sich mal mit dem Geldsystem beschäftigen und dem darin eingebauten Fehler. Gute Infos dazu gibt es hier: http://gradido.net/wp/brexit-richtig-oder-falsch/

    Antworten
    • Magst Du mal zusammenfassen, was er uns zu sagen hat?

      Antworten
    • Ein sehr guter Podcast! Er spricht darüber, wie ich auch schon hier auf der Seite geschrieben habe, dass der Brexit schon geplant war. Das Ergebnis wurde auch gleich angenommen, was ebenfalls darauf hinweist, dass alles nach ‚Plan‘ läuft. Man sollte den Podcast einfach anhören denn wenn ich den Inhalt wiedergebe, kommen meine Gedanken dazu.

      Antworten
      • Ich weiß, Du meinst es gut, Anna.

        Aber ich kann Alexanders Argumentation nicht folgen, weil sie leider nicht stichhaltig ist.

        Er behauptet viel, aber er hat keine Beweise.

        So behauptet er, dass der Brexit in den Hinterzimmern der Politik abgestimmt war, ja, dass Merkel davon gewusst und es gar so gewollt habe.

        Woher weiß er das?

        Kennt er Merkel? Hat er mit ihr persönlich gesprochen? Hat sie ihm das hinter vorgehaltener Hand gestanden?

        Wohl eher nicht.

        Wenn man eine solche steile These in dem Raum stellt, sollte man sie belegen können. Oder sagen: „Ich glaube“ oder „ich habe die Vermutung“ oder „Ich könnte mir denken“.

        Tut er aber nicht. Er redet so, als ob der die Wahrheit wüsste – und die anderen nicht.

        Dabei steht seine Argumentation auf tönernen Füßen.

        Beispiel: Seine Begründung, warum der Brexit von den Mächten des Systems gewünscht, gewollt und herbei manipuliert sei: Dass er sofort politisch akzeptiert worden ist.

        Das ist natürlich kein Beweis.

        Im Gegenteil.

        Es ist in meinen Augen eher ein Beweis für etwas anderes.

        Seit vielen Jahren rumoren die Briten, dass sie aus der EU raus wollen. Premierminister Cameron hatte 2013 nach einer zunächst ablehnenden Haltung versprochen, ein Referendum durchzuführen. Dem Versprechen hat er Wort gehalten und so kam es – nach vielen Monaten des Wahlkampfes – letzten Donnerstag zur Abstimmung.

        Das Ergebnis kennen wir.

        Klar: Das Referendum ist eine Art Empfehlung des Volkes.

        Aber welcher Politiker könnte es sich nun leisten, bei einer solchen Wahl zu sagen: Vielen Dank. Machen wir aber anders?

        Nachdem es die Woche zuvor schon eine Tote gegeben hat (Jo Kox) und die Wogen politisch so hochgeschlagene sind, hätte eine Ablehnung zu herben Verwerfungen in UK geführt.

        Sorry: Aber diese Entscheidung muss jeder Politiker akzeptieren.

        Eine Ablehnung des Referendums wäre für mich eher der Beweis, dass etwas mit unserem System nicht stimmt.

        Dass sie es akzeptieren, ist meines Erachtens der Beleg, dass die Demokratie immer noch funktioniert.

        Liebe Anna: Ich hoffe, es ist ok, dass ich dir an dieser Stelle eine andere Meinung vertrete – und bin offen für Deine Meinung!

        Antworten
    • Alexander Wagandt spricht in diesem Podcast ùber die einzelnen Aspekte und energetischen Hintergrùnde zum Brexit. Er zeigt auf was alles Blòdsinn ist, wo wir ùberall manipuliert werden sollen,wo wir in der Kinderwelt gehalten werden sollen. Schaut Euch auch das folgende Video an, mit Alexander Wagandt zu Gast bei NuoViso im Gespräch mit Frank Höfer, Hagen Grell und Robert Stein u.a. zu dem damals noch ausstehenden BREXIT und anderen Formen des Zeitgeschehens( z.B. Gotthardtunnel, Brexit u.a.) wo noch viel deutlicher ùber manipulative Machenschaften gesprochen wird. https://youtu.be/WFl-u85m17k

      Antworten
    • Hallo Anneliese

      welche konkreten Beweise legen denn Alexander Wagandt und auch die anderen für ihre Thesen vor?

      Das würde mich sehr interessieren.

      Danke.

      😉

      Martin

      Antworten
  12. Ist es nicht herrlich, wenn man ( mal wieder ) einen Prügelknaben hat, auf den man eindreschen kann und sich der Zustimmung gewiss sein kan. Und schon ist die Ablenkung gelungen, wer wirklich Verantwortung für das mulmige Gefühl hat, dass viele EU Bürger umtreibt. Frieden, Freiheit, Wohlstand und gute Nachbarschaft waren die Begriffe, die uns alle begeisterten als die EWG bzw. EU enstand. Die Lehre aus dem Verfassungsentwurf 2004, der an Referenden in Frankreich und den Niederlanden gescheitert ist, war, dass die Vertiefung der EU nicht mehr mit umfangreichen Vertragsänderungen erfolgen sollte, sondern lediglich im Rahmen der Interpretation des Lissabonner Vertrags. Dieser trat 2009 in Kraft und ist seitdem Grundlage jeglicher Erweiterungsmaßnahmen. Seitdem gab es keine substanziellen Vertragsänderungen mehr. Alles wurde seitdem so ausgelegt, als gäbe es der Lissabonner Vertrag her. Die Griechenland-Hilfen und die Bankenunion sind nur zwei Beispiel, wo die EU-Institutionen die EU-Verträge soweit bogen, dass auch das Gegenteil dessen, was in den Verträgen steht, beschlossen werden konnte. Die Folge dieser Entwicklung ist, dass aus bislang guten Nachbarn Schuldner und Gläubiger gemacht wurden, die so eng mit einander verbunden sind, dass der nächste Zentralisierungsschritt darüber erzwungen werden kann. Soweit die Hoffnung und die Strategie der Eurokraten. es der Lissabonner Vertrag her. Vielleicht sollten sich die Staats- und Regierungschefs in der EU an diesem Tag an Margret Thatcher orientieren. Sie hat zur Rolle Großbritannien in Europa einmal gesagt: “Großbritannien träumt nicht von einer behaglichen, isolierten Existenz am Rande der Europäischen Gemeinschaft. Unsere Bestimmung liegt in Europa, als Teil der Gemeinschaft. Die Gemeinschaft ist kein Selbstzweck. Genauso wenig ist sie eine Einrichtung, die beständig verändert werden darf nach dem Diktat eines abstrakten intellektuellen Konzepts. Sie darf sich auch nicht verknöchern durch unaufhörliche Regulierungen. Die Europäische Gemeinschaft ist ein zweckmäßiges Mittel, mit dessen Hilfe Europa Wohlstand und Sicherheit seiner Bewohner auch in Zukunft garantieren kann

    Antworten
  13. Hallo liebe Denkende !
    Ein Sprichwort sagt: Wenn etwas vom Tisch fällt, dann gibt es Platz für etwas Neues.
    Neue, die Sonderechte einfordern gibt es genug. Viele mögen auch kooperativer sein.
    Wir sollten Brüssel nicht als „Ei des Kolumbus“ sehen – da gibt es noch viel zu brüten. Gestattet sei ein Hinweis an die Europa-Regenten:
    Ein-Schlitz-Toaster, Qualitätsklassifizierung per Bananenkrümmungsgrad usw.
    können nicht das Ziel eines gemeinsamen erfolgreichen Europa sein.
    Man konzentriere sich auf das Wesentliche und wirklich Wichtige- auf den Menschen.
    Es darf nicht zugelassen werden, dass sich z. B. das Bubndesverfassungsgericht in seinen Entscheidungen Brüssel unterwirft. Die Judicative gehört in den jeweiligen Mitgliedsstaat.
    Deutschland muss sich von seiner Rolle als „Zahlmeister der Europäischen Nation“ trennen. Es kann doch ncitg angehen, dass jeder zwar Vorteile der EU nutzen will, jedoch eine Beteiligung an Kosten oder Flüchtlingsaufnahmen straffrei ablehnen kann.
    Ich denke, das Reghelwerk der EU ist reif für eine Überarbeitung. Und man wünsche sich etwas weniger Bürokratie und mehr Effizienz und Tempo. Transparenz für den EU-Bürger (der schliesslich die Zeche zu zahlen hat) wäre wünschenswert !

    Antworten
  14. Hallo Martin,
    ich finde es einfach ganz toll, dass du dich so vielfältig engagierst und wie du uns hier an deinen Gedanken teilhaben lässt!
    Ich hatte gestern fast eins zu eins dieselben Gefühle und Gedanken, habe mich aber – wie du – nach dem ersten Schock gefragt, ob das nicht auch Chancen für ein besseres und stärkeres Miteinander in der EU bietet und dass dies nun ein echter Weckruf für Reformen sein kann – wenn er denn nicht nur gehört, sondern hoffentlich auch zu entsprechenden, nicht überstürzten Maßnahmen führt.
    Das Opferdenken hat mich lange genug begleitet und gänzlich frei bin ich noch immer nicht davon, aber ich arbeite stetig an mir…:)

    In diesem Sinne wünsche ich dir und uns allen hier erstmal alles Gute für eine weise, überlegte Zukunftsgestaltung und eine mittel- und langfristige Entspannung im Weltgeschehen.

    Amelia

    Antworten
  15. Ja, recht scharfsinnig und vom Guten, Lebendigen motiviert – danke, Martin!
    Wir sollten über solche Schocks (denn ich denke, es wird noch mehr geben, allerdings auf recht unterschiedlichen Ebenen) nicht den Blick auf’s große Ganze verlieren (was Du ja gerade bewiesen hast!). Denn dieses große Ganze hat noch viel mehr Ecken und Kanten, die Beachtung verdienen.
    Ich meine, dass nicht allein das „Opferdenken“ der Älteren und die unbekümmerte Haltung der Jüngeren wichtig sind. Ich denke, bei beiden spielt „Informiertsein“ eine große Rolle: Die Älteren erkennen vielleicht viel mehr Zusammenhänge, die den Jüngeren entgangen sind. So zum Beispiel dies: https://www.amazon.de/Die-Nazi-Wurzeln-Br%C3%BCsseler-August-Kowalczyk/dp/907633269X (auch als PDF zu lesen: http://www.orwell-staat.de/cms/files/die-nazi-wurzeln-der-eu.pdf)
    Beim ersten Kontakt dachte in „Verschwörungstheorie“ – aber je mehr ich es betrachtete, desto deutlicher kamen die Zusammenhänge in den Entscheidungen der Gremien zum Vorschein.
    Wir – die europäischen Völker – haben aus zwei Weltkriegen gelenrt; wir wollen (so glaube ich ehrlich!) ein vereintes Europa. Das muss aber ein Europa auf geschwisterlicher Augenhöhe sein, und ich neige zur Ansicht, dass die Grexit-Befürworter dieses geschwisterliche Verhältnis vermissen.
    Danke übrigens, Martin, für die Bereitstellung Deine immer klugen Überlegungen!
    Helmut

    Antworten
    • Danke für das Buch! Habe es angefangen zu lesen.

      Antworten
    • PS: Angela Merkel und Helmut Kohl wurden auch im Buch abgebildet. Kapitel 6.
      Werde dieses Buch verteilen. Ein Augenöffner.

      Antworten
  16. ich habe keinen „Gesamtüberblick“, sondern nur vereinzelte Rückmeldungen:
    unser Geschäftspartner in der Großbritannien verweist auf die Historie, aus der heraus sich die Briten sich als Großmacht verstehen würden, und dieses Energie könnten sie Europa nicht ausleben. Ob sie das jetzt wieder können?
    Aus der Schweiz habe ich Rückmeldungen: die Schweizer werden ihre Lieferanten wieder um verstärkte Währungsrabatte angehen – denn der Franken wird nun nicht nur gegenüber dem Euro recht stark, sondern auch gegenüber dem Pfund… also auch hier Auswirkungen.
    Und zwei private Meinungen auf facebook von Schweizern klangen nach Gratulation für den Brexit. Ich habe aber keine Erklärung dazu bekommen, wie es zu dieser Meinung kommt?
    (So eine Art: da ist jetzt nochmal jemand wie wir, die nicht im Verbund der EU sein möchten).

    52% zu 48% – ist eine Mehrheit. Aber was für eine… vielleicht gibt es in 10 Jahren wieder ein Referendum, in dem neu entschieden wird, wie auch immer…

    Wir werden erleben, was der Austrittswunsch für uns alle bedeuten wird.
    Heute treffen sich in Brüssel die Vertreter der 6 Gründungsländer der EU, habe ich gehört.
    Mal sehen, was berichtet werden wird.
    Ich erinnere mich nur noch schwach an die Zeiten, als es nach Österreich noch den Zoll gab, und ich Schillinge gesammelt hab, für den nächsten Ausflug nach Österreich.
    Heute lebt und arbeitet mein Bruder im grenznahen Ausland, weil er dort eine interessante Stelle gefunden hat. So schnell ist man ausgewandert, obwohl man es nicht vorhatte.
    Das ist eine „kleine“ europäische Geschichte.

    In der nächsten Zeit wird sich – außer vielleicht den Währungskursen – noch nicht viel ändern, Verhandlungen über den Austritt und die Bedingungen werden beginnen. Und ich bin gespannt, welche EU-Vorteile die Briten gern behalten möchten… (Reisefreizügigkeit z.B.??)

    Antworten
    • Hallo Irmgard

      Deine Frage kann ich hier als Schweizer gerne beantworten. Die Unabhängigkeit und die Selbstbestimmung gehört zur politischen DNA der Schweiz. Wir sind es seit Jahrhunderten gewohnt, unsere Dinge selbst zu regeln (die direkte Demokratie hat sich hier zu Lande bereits im 19. Jahrhundert etabliert) und trotzdem gute wirtschaftliche Beziehungen zu unseren Nachbarn zu pflegen. Mich freut der Brexit, endlich hat sich mal eine Mehrheit der Abstimmenden von den wirtschaftlichen Horrorszenarien, welche an die Wand gemalt wurden, nicht beeindrucken lassen und war auch bereit, damit verbundene Risiken einzugehen. Das ist halte ich für sehr mutig. Grossbritannien war schon immer skeptisch gegenüber europäischen Grossmachtsphantasien (z.B. Napoleon), dieser Entscheid steht daher historisch gesehen in einer längeren Tradition. Ich glaube, dass dies eine Chance für Europa ist und wenn man jetzt die Chance nutzt, die EU zu reformieren, unnötigen Zentralismus und Bürokratie abzubauen und die Bürger wieder mit ins Boot zu holen.
      In diesem Sinne: Rule, Britannia!

      Antworten
  17. Wunderbar Martin, wie und dass Du diesen Gedankenaustausch – nicht: Diskussion – angeregt und eingeleitet hast!!!
    Ich muss gestehen, dass ich mich sofort über dieses Abstimmungsergebnis gefreut habe, ja es sogar herbeigewünscht habe; denn zum einen denke ich, wird – im Gegensatz zur Meinung unserer SOG. Politiker – dieser Virus sich weiterhin in den Köpfen der Menschen einnisten und die eine oder andere – ehemalige (?) – Nation sich zu einem Referendum entschließen und den ganzen Eurokraten einen oder mehrere Denkzettel verpassen. Denn bislang sind diese ja nur sauer über dieses Ergebnis und weit entfernt davon, selbiges als Reaktion auf ihre bevölkerungsferne und zentralistische „Arbeit“ anzuerkennen.
    Ich bin weit entfernt davon, gegen Europa zu sein, aber – und ich möchte nicht die ganzen Argumente meiner Vorredner wiederholen – nicht zu diesen Bedingungen und unter diesen Voraussetzungen.
    Auch ich sehe dieses Ergebnis als Anstoß und Chance für ein wirkliches Europa mit Chancen für jeden einzelnen und in jeder Bevölkerungsschicht – und nicht nur für den Freihandel…

    Antworten
  18. Ich finde vor allem das die EU enorm reformbedürftig ist und klar die Kluft zwischen GB und der EU war zu gross. GB kann sich in der derzeitigen EU nicht weiterentwickeln, man könnte das als Sonderwünsche bewerten, sind aber nicht einfach nur Sonderwünsche, sondern GB muss sich neu definieren. Es war lange Zeit ein Empire und es hat immernoch die Oberhexe Queen Elizabeth, die von vielen aus dem Volk immernoch verehrt wird. Also GB muss sich emanzipieren und vielfach neu aufstellen, was einiges an harter Arbeit bedarf. Dann kann es gelingen. Und in 2 Jahren könnte GB wieder zurückkehren, jedoch muss wie gesagt auch die EU ihre Hausaufgaben machen, damit die Kluft geschlossen ist.

    Antworten
  19. Interessant ist, dass die Engländer die EU verlassen wollen, weil sie mit dem Thema Obrigkeit gegenüber Brüssel nicht zufrieden sind (viele Projektionen).
    Die Schotten wollen das UK verlassen, weil sie mit dem Obrigkeistgehabe aus London nicht zufrieden sind.
    Das deutet darauf hin, dass England das, was sie Brüssel vorwerfen, selber nicht auf die Reihe bekommen.

    Antworten
  20. Sorry, @MarieJo Winters, aber Du machst genau folgendes: Du definierst einen Schuldigen „da draußen“ bzw. „da oben“. Das sieht für mich genau wie die verschwörungstheoretische Opferhaltung aus, die zu von (Rechts)populisten angestachelten Nationalegoismus führt, von dem ich persönlich gar nichts halte, weil er im Ergebnis zu mehr zunehmenden menschlichen Leid führt (und in der Weltgeschichte immer geführt hat).
    Mich macht es zugegebenermaßen wirklich wütend, wenn Menschen jedem, der Verantwortung übernimmt und dabei naturgemäß auch Fehler macht (z.B. gewählte Politiker, aber auch beherzte Unternehmer, die sich sozial und ökologisch engagieren) pauschal alles mögliche Bösartige unterstellt.

    Antworten
  21. Danke Martin für die hier angestossene, interessante Diskussion :

    ich beobachte und es ist belegt in vielen Bereichen, dass die Verteilungsschere zwischen arm und reich immer weiter auseinander klafft und deine Überlegung ging mir eher in die Richtung : “ sollen die Armen, Ungebildeten raus aus ihrer Opferhaltung und stark und erwachsenen werden ( bisschen plakativ ausgedrückt )

    Meine Überlegung und auch Frage an dich/euch : Welche Geisteshaltung/Verantwortung haben die “ starken Erwachsenen “ denn ?

    Ist es denn nicht so, dass hier leider immer noch die Habgier und skrupellose Machtinteressen wirken ? Ja, es gibt Gates mit seiner Stiftung, Es gibt Zuckerberg, der sein Vermögen stiftet und sie machen Hoffnung, auch weil sie ihr Vermögen mit Vernetzung und Kommunikation erworben, ABER solange weltweit über 1.700 Milliarden Euro jährlich in Rüstung und Waffen “ investiert “ werden und nur knapp 200 Mill. in Bildung ( die nicht unbedingt friedliche Geistesbildung ist ) säen wir unglaubliche viele Opfer.

    Jede Krise hat ihre Chance – hoffen wir , das Verständnis füreinander und unsere Liebe kann sich dehnen, wir investieren wacher und friedlicher und erleben immer mehr “ Erwachsene “ , die ihrer Verantwortung mutig und integer nachkommen.

    in diesem Sinne wünsche ich einen besinnlichen Sonntag

    Antworten
    • Hi Torsten: „ABER solange weltweit über 1.700 Milliarden Euro jährlich in Rüstung und Waffen “ investiert “ werden und nur knapp 200 Mill. in Bildung ( die nicht unbedingt friedliche Geistesbildung ist ) säen wir unglaubliche viele Opfer“

      Statt zu warten, dass andere in Bildung investieren, lass uns das doch selbst machen. Ich gebe Seminare, und das ist mein Beitrag. Und wenn andere mitziehen, dann gibts‘ genug Bildung. Man muss sich nicht mehr grämen, dass „die da“ soviel Geld in Rüstung investieren – sondern wir können uns freuen, dass wir es besser machen (können).

      Und was das „säen der Opfer angeht“: Schlimme Dinge passieren. Keine Frage. Und gegen manches können wir uns nicht immer wehren. Auch keine Frage. Aber was wir draus machen, das haben wir selbst in der Hand.

      Opfer werden nicht gesät.

      Opfer sein ist eine Entscheidung.

      Und zwar die Eigene.

      Meine ich.

      Antworten
  22. „Man erlebt und interpretiert die Welt aus der Perspektive eines Kleinkindes, das sich gegen die Eltern nicht wehren kann – und sich deswegen ohnmächtig fühlt.
    Das mag für die Kindheit eine angemessene und realistische Einschätzung der damaligen Situation gewesen sein.“
    Nun da befinden sich diese Leute in „guter“ Gesellschaft, weil, nach meiner Meinung, die Masse der Politiker auch aus dieser Perspektive handelt.
    https://www.youtube.com/watch?v=oNzjEMExieA
    Und ich glaube auch das der Brexit geplant war und es war klar, das es knapp ausgehen wird.
    Alles Show

    Antworten
  23. Hallo Martin
    vielen Dank für deinen Block,ich habe ihn aufmerksam gelesen und mir folgende Gedanken dazu gemacht:
    Der Brexit war und ist ein Sieg der Demokratie in Europa und ich habe grossen Respekt vor den Briten.Sie gehen nicht in eine Opferrolle ,wir haben und unsere Politiker haben
    die Demokratie im Land vergewaltigt bzw. versuchen es.
    In Deutschland wäre so ein Referendum unmöglich,weil man hat sich von der Basis entfernt(Volk).In Deutschland wird Politik fast ausnahmslos für die Banken und die Globelpläer (sprich weltweit agierende Grosskonzerne)gemacht.Der kleine Deutsche soll am besten auf Hartz4 Niveau gehalten werden.
    Bei der € Einführung wurden zwei Fehler gemacht,man vergass die soziale und wirtschaftliche Einigung der Staaten,die Einigung übers Geld war die denkbar schlechteste(siehe Deutsche Einheit).
    Der Staat ist das Machtinstrument der jeweils herrschenden Klasse,in Deutschland sind es die Monopole und Banken und nicht das Volk.
    Viele kleinere Staaten in Europa haben verständliche Angst ,vor dem Grössenwahnsinn der von Deutschland ausgeht.Sie werden zu Opfern gemacht werden (siehe Griechenland).
    Die Flüchtlinge sind hier willkommen, natürlich sehr menschlich ,währe auch schlimm wenn es anders wäre.Aber man darf nicht vergessen es sind hier die fehlenden billigen Arbeitskräfte die rekrutiert werden müssen .
    Das sind meine Gedanken wenn auch vielleicht abschweifend.
    Schönen Sonntag

    Antworten
  24. Lieber Martin,
    ich danke dir herzlich für dieses informative und inspirierende Forum.
    Auch den Mitdiskutierenden. Ich kann mich den meisten Beiträgen nur anschließen.
    Grundsätzlich habe ich eine eher kritisch gefärbte Einstellung zur EU- und Weltpolitik.
    Und es gibt, da keiner überall wirklich hinter die Kulissen schauen kann, hier unendlich viele mögliche Sichtweisen.
    Mir hat es geholfen, beim Thema Brexit die Parallelen zu einer Paarbeziehung heranzuziehen.
    Deine Sichtweise, die die Risiken nicht negiert und gleichzeitig die Augen für die in der Situation möglicherweise enthaltenen Chancen öffnet, empfinde ich persönlich als wohltuend.
    Ich möchte mich angesichts der angespannten weltpolitischen Situation, zwar nicht einlullen (lassen), aber wenn man alles schon als verloren sieht, hat man von vornherein die möglichen Chancen verspielt.
    Von dem her teile ich lieber die Sichtweise und hoffe, dass die Menschheit in den nächsten Jahrzehnten doch noch ein wenig dazulernt. Der Brexit ist einfach insofern sicher postiv, als er alle Europäer zum Nachdenken auffordert.
    Ich bleibe hier dran.
    Liebe Grüße

    Antworten
  25. Hallo Martin und ihr anderen alle,
    ich glaube, dass Krisen und Schwierigkeiten, Auseinanderdriften und Anklammern zum Prozess Europa dazugehören – wie in Paaren, Freundschaften, Koalitionen. Im Ganzen geht es immer Aufwärts (hoffen wir…), wir lernen durch jede Krise.
    Persönlich hoffe ich, dass die Politiker (in Brüssel, in allen europäischen Regierungen) lernen, mehr zuzuhören: auch die Zwischentöne, die Sorgen der Bevölkerungen.
    Und dass auf der anderen Seite auch die Menschen überlegen, was für alle Europäer der Nutzen der EU ist – nicht nur für das eigene Land und den eigenen Reichtum. Pluralität UND Sensibilität für die Einzelnen.
    Liebe Grüße aus Italien
    Sigrid

    Antworten
  26. Ich habe sowohl den Artikel von Martin als auch die Beiträge sorgfältig gelesen. Mich wundert es immer wieder, wie breit ein Thema, von dem keiner von uns über eigene Informationen verfügt, ausgeführt werden kann. Vielleicht ist das auch erst deswegen möglich. Ich weiß leider nur aus den Medien, was in der Welt geschieht, und die sind parteiisch und von daher nicht der Wahrheit verpflichtet. Es bereitet mir großes Unbehagen, wie über andere ge- und beurteilt wird. Besser ist es meiner Meinung nach, miteinander zu sprechen und vor allen Dingen zu hören, was den anderen bewegt. Es ist erschreckend für mich, wenn finanzielle Armut gleichgestellt wird mit geistiger Armut, vielleicht habe ich das auch missverstanden. Und es wird meiner Meinung nach höchste Zeit, für das Leben zu kämpfen, unabhängig von Nationen, Religionen und anderen Oberflächlichkeiten. Es geht um das Leben und Überleben dieser Welt. Und dabei spielt Brexit nur die Rolle eines Kasperltheaters.

    Antworten
  27. Lieber Martin, vielen Dank für diesen Impuls.

    Die Briten haben die EU nie sonderlich gemocht, sondern haben immer auf eine gewisse Distanz bestanden. Vor allem Cameron hat so lange und so leidenschaftlich gegen die EU gehetzt, dass er sich nun am wenigsten über das Referendum wundern sollte. Das war einfach keine Liebesheirat und die herbeigeführte Scheidung ist daher nur konsequent. Dass man nach der Scheidung möglicherweise weniger verdient als vorher, das ist doch jedem klar, der eine Scheidung einreicht. Das ist der Preis.

    Sorgen macht mir allerdings die Bewegung der Populisten, deren Hetze und Opfer-Rhetorik europaweit auf zunehmende Resonanz stößt. Und die maßgeblichen Anteil am Brexit hat.

    Ich bin überrascht und irritiert über das allgemeine Gejammer darüber, was die Eliten, also „die da oben“, oder besser noch (weil weiter weg) „die da in Brüssel“ sich angeblich einfallen lassen, um uns „kleinen Leuten“ vermeintlich zu schaden, um uns „Nobodys“ das wenige, das wir haben, wegzunehmen. Es gibt tatsächlich Leute, die so etwas glauben.

    Vergessend, dass wir durch eines der spannendsten Projekte der Geschichte, der deutsch-französischen Freundschaft den Grundstein nicht nur für die EU, sondern für einen noch nie dagewesenen über 70 Jahre andauernden Frieden in Europa gelegt haben?

    Vergessend, dass wir priviligierten EU-Bürger über ein nie dagewesenes Maß an Freiheit, Wohlstand, Freizügigkeit, Bildungschancen, innerer und sozialer Sicherheit genießen, um das uns der größte Teil der Menschheit beneidet?

    Wir sollten alle mal auf dem Teppich bleiben. Niemand von uns muß Angst haben, dass morgen die Kinder verhungern oder dass wir einfach weggesperrt werden. Andere schon! Deshalb sind ja auch 70 Millionen auf der Flucht.

    Die peinliche Beliebtheit der Populisten zeugt von geringer Bildung und einer Unreife vieler Bürger. Mündige Bürger wählen keine Populisten, sondern übernehmen Verantwortung. Vor allem für ihre eigenen Ent-scheidungen.

    Dies wünscht sich
    dein Leser Andreas

    Antworten
  28. Hallo Martin,

    ich denke auch, dass die Brexit-Befürworter diejenigen sind, die mit dem gesellschaftlichen Wandel nicht mitkommen, die zu den sozial schwachen gehören, die sich dann u.U. auch selbst als Opfer sehen. Auf der individuellen Ebene ist es sicherlich ein guter Lösungsansatz, eben dafür zu sorgen, dass die Menschen ihr Leben selbst in die Hand nehmen.

    Auf der politischen Ebene wurden solche Ansätze aber oft von denen missbraucht, die eigentlich meinten, es gilt das Recht des Stärkeren. Ich denke, die Leute wissen sehr genau, was sie tun. Es wird gesagt, der Brexit wird vor allem einen sehr großen Schaden für den immensen Finanzsektor mit sich bringen. Deshalb hat wohl London auch mehrheitlich für den Verbleib gestimmt. Wenn du aber z.B. Industriearbeiter bist und auf die Straße gesetzt, dann entscheidest du dich für eine Variante, die den da oben schadet.

    Ich denke, wir brauchen ein politisches System, das darauf achtet, dass jeder Mensch vergleichbare Chancen auf Teilhabe hat.

    So mal in aller Kürze

    Klaus

    Antworten
  29. Schönen Sonntag an alle Mitdenkenden,

    ich habe mir Neugier und Interesse diesen Blog gelesen. Was fand ich? Einige konkrete Argumente, einige deutliche Anmerkungen zur Ist-Situation der EU und…… ziemlich viel Text und Worthülsen.
    Ob nun der BREXIT richtig oder falsch ist, wer mag das schon vollumfänglich mit allen Auswirkungen, die dieses Ereignis nun einmal nach sich ziehen wird, einschätzen. Ich sehe mich dazu nicht aus.
    Für meine Person habe ich mich entschieden, dieses Ergebnis zu AKZEPTIEREN. In den nächsten Monaten und Jahren wird es Auswirkungen geben, so hoffe ich doch. Vielleicht werden Politiker weiser, entscheiden näher an den Bedürfnissen der Menschen – gleich welcher Nation, Religion, oder persönlicher Denkweise, das wäre mein größter Wunsch.
    Auf jeden Fall wird dieses EREIGNIS (Brexit) Menschen dazu bringen sich zu bewegen. Jeder kann für sich entscheiden, wie er sich fühlt und mit der neuen Sicht der Dinge umgeht.
    Unsere diversen Meinungen und Vorschläge, die wir hier alle in diesem Blog posten, werden wohl kaum zu DIREKTEN Auswirkungen in der Politik der EU führen.

    Mein Fazit für mich: Ich akzeptiere die Situation, betrachte den weiteren Verlauf in den nächsten Monaten und Jahren. Aufgrund einzelner weiterer Ereignisse, die heute noch nicht abzusehen sind, werde ich dann Entscheidungen für mein Leben treffen.

    Wenn JEDER Mensch versucht jeden Tag sein Umfeld ein wenig besser zu machen,
    wer weiß, wozu wir dann alle fähig sind.

    Antworten
  30. Die britischen Inseln waren noch nie so richtig vereint. Erkennt man ja am Ergebnis des Referendums. Nicht die Bürger an sich sind gespalten 52/48, sondern die einzelnen Regionen wie Nordirland, Schottland, London, … wo die Bürger klar für den Verbleib waren, bzw. andere Regionen wo es ähnlich klar, aber gegen den Verbleib war.
    So ist das mit der Statistik, sie sagt nur über die Allgemeinheit, aber nichts über die Individuen aus.
    Deshalb wäre ein Ausstieg nur sinnvoll, wenn die Regionen sich aufspalten würden, unabhängig wären.
    Konjunktiv deshalb, da ich, so wie die sogenannten Experten wie auch die bisherigen Ergebnisse es zeigen, davon ausgehe, dass die Welt diesmal wieder nicht untergehen wird. Britannia wird unabhängig, etwas was sie schon so lange wollte. So wie du, Martin, es beschrieben hast, zieht es aus aus dem Hause der Eltern.
    Ja, es wird unruhig werden, viele Unsicherheiten bestehen und weitere werden noch auftauchen. Auf den Inseln, wie auf dem Kontinent.
    Doch ich sehe eine helle, positive Zukunft. Britanien hat nun die Freiheit selbstbestimmt denken und handeln zu können. So wie es in einer Familie geschehen sollte, wo die Mitglieder älter und reifer werden, sich Autonomie wünschen.
    Und um mit einem meiner geistigen Väter, DeShazer, diesen Kommentar zu beenden:
    „Make a differenz that makes a differenz“
    oder teutonischer
    „Wenn etwas nicht (mehr) funktioniert, mache was ander(e)s“.

    Antworten
  31. Die Brexit Angelegenheit fügt sich ein in die gesamte Situation auf unserer Erde:
    Veränderung massiv, das Bröckeln komplexer und überholter Strukturen, die nicht mehr organisch und ganzheitlich wachsen sondern destuktiv wurden

    der Trend geht weiter: zu regionalen, lokalem Sichtweise und Handeln außerhalb! der Institutionen (ein Beispiel von vielen: Flüchtlingskrise und die kreativen Aktivitäten von einzelnen Bürgern),

    die Aufregung/Ängste über den Brexit findet hauptsächlich in den Medien statt,

    Die Diskussion und Ängste um Brexit wird so schnell von der Bildfläche verschwinden wie die Medienorgie über Griechenland letztes Jahr…

    viele Menschen haben sich abgewandt
    (nach Innen: zum Bsp hatten über 2 Millionen Menschen aus fast allen Ländern eine mehrwöchige Skypeconferenz mit Eckhart Tolle und Oprah wimfrey 2008 angeschaut, zum thema im Moment sein, Ego ablegen etc. )

    oder die Älteren und andere haben sich abgewandt
    weil ihre zum Teil guten Werte Zuverlässigkeit, Besonnenheit, Klarheit, natürliche Autorität, Regeln von Gemeinschaft, gesunder Menschenverstand – nicht mehr berücksichtigt werden, da die Moral der öffentlichen Personen und Institutionen auf dem Tiefpunkt ist…Die sogenannten linken und liberalen können nicht helfen, weil sie ein Autoritätsproblem haben.

    Empfehlung:
    keine Nachrichten schauen, hören , lesen (nur regional oder Hintergrundberichte)
    lokal sich engagieren, global sich vernetzen,
    regionale Synergien schaffen und stärken.

    Stell Euch vor: keiner schaut zu oder hört mehr hin.
    Die jungen Menschen haben das intuitiv schon längst erkannt.
    Ich habe immer wieder das Bild vor Augen, daß das ganze Theater der Medienöffentlichkeit (Politik, Konzerne, Regierungen) auf einmal leer ist.

    Die EU dient hauptsächlich den Interessen großer Konzerne und Banken und Beherrschung der Massen.

    Die (ganzheitliche, spirituelle) Wahrheit ist immer einfach.
    Finde Sie für Dich mit Deiner eigenen inneren Weisheit, die mit Allem und Allen verbunden ist.

    Antworten
  32. Lieber Martin,
    ich finde deine Meinung ziemlich einseitig und gebe damit vielen anderen Kommentaren recht. Ich finde gut, dass es eine Volksabstimmung gab. Wenn es nach mir ginge, würde es ganz schnell ein Dexit geben, denn die EU ist für uns und uns Otto-Normalverbraucher mehr schädlich, in jeder Hinsicht. Und auch in Deutschland dürfte das Ergebnis ähnlich knapp aussehen, denn viele BürgerInnen trauen sich noch nicht, hinter die Fassade zu schauen. Verständlich, ist kinoreif.
    Dieses ganze Angstgemache und politische Aufgebausche zum Brexit ist künstlich und extra provokativ, um andere Länder, die vielleicht auch mit dem Gedanken des Exit spielen, ängstlich und möglichst bewegungslos zu hinterlassen. Damit die EU-Länder ihre wirtschaftlichen Interessen – an den BürgerInnen vorbei – durchsetzen.
    Es wird Zeit, dass die Menschen (BügerInnen) wieder gehört werden und die Politiker sich bewußt werden, dass sie von den Menschen bezahlt werden. Und genauso wird es Zeit, dass die Menschen sich bewußt werden, dass die Politiker durch Steuerzahlungen unsere Angestellten sind.

    Antworten
    • Ich stimme Dir zu, dass es wichtig ist, dass die Menschen gehört werden und dass Politiker sich bewusst werden, dass sie unserem Auftrag handeln sollen.

      Da bin ich bei Dir.

      Aber warum bist Du der Meinung, dass die „EU für uns … in jeder Hinsicht schädlich ist?“

      Möchtest Du, dass alle Grenzen wieder zugehen?

      Dass Du Deine Arztbesuche vollständig aus Deiner eigenen Tasche bezahlen musst, wenn Du im Ausland krank wirst?

      Dass Du für jedes Land ein Einreisevisum brauchst?

      Dass Du überall mit einer anderen Währung bezahlen musst?

      Dass Du nicht die Freiheit hast, in den Ländern der EU einfach so leben zu können?

      Schau: Ich versteh, dass Dir etwas an Deiner Meinung sehr wichtig und wirklich am Herzen liegt.

      Das respektiere ich.

      Aber zu sagen, dass etwas (in diesem Fall die EU) in JEDER Hinsicht schädlich ist, ist pure Einseitigkeit, oder nicht?

      Nichts im Leben ist nur schlecht und ablehnenswert.

      Bedenke: Die EU wird von vielen Menschen gewollt (auch bei den Briten).

      Ich finde, eine gewisse Portion Toleranz diesen anderen Meinungen gegenüber würde den Andersdenkenden gut zu Gesicht stehen.

      Oder was meinst Du dazu?

      Liebe Grüße von ganzen Herzen

      😉

      Martin

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  33. Ich finde den Brexit relativ spannend. Das hatte man anscheinend so nicht erwartet. Huuuh…. Wie wird es nun weitergehn?
    Stellt euch vor die Wirtschaft bricht zusammen, das Geld ist nichts mehr wert und wir müssen ohne unser geliebtes Zahlungsmittel auskommen… Wir sind dann immer noch da. Wir werden nicht sterben. Wir sind Menschen. Wir haben Hirn und Verstand und uns wird etwas einfallen, wie wir unser Leben organisieren. Vielleicht ist es anfangs etwas schwierig, aber es wird sich ein Weg finden damit umzugehen. Aber meistens hängen die, die uns alle (oder sehr viele) momentan organisieren und wirtschaftlich am Drücker sitzen, zu stark am Geld, als dass Sie alles den Bach runtergehen lassen. Aber spannend wäre es schon.

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  34. Bei solchen Situationen von denen ich zu wenig Information habe, zu wenig Hintergründe kenne – wo ich auch zu viele Vorurteile Politikern gegenüber habe, da Macht aus meiner Sicht den Menschen verändert – in solchen Situationen versuche ich Naiv zu sein und mich an natürlichen Verhältnissen zu orientieren: Z.B. am menschlichen Körper – als Analogie zu einem Staatenverbund. Die „Regierung“ (das Hirn) organisiert, fördert, schützt jedes Organ (Staat), da nur dann wenn alle – wo jeder seine besondere Aufgabe hat – gut funktionieren kann der Körper als Gesamtheit funktionieren und sogar Arbeit verrichten.
    Wenn sich die EU-Regierung so verhalten würde wie unser Hirn würden alle Staaten die EU-Regierung schätzen.
    Da die Menschen scheinbar nicht so intelligent wie die Natur sind sollten sie sich vielleicht zuerst in kleinen, dezentralen Strukturen weiter entwickeln.
    Finde den Brexit also eher hilfreich.

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  35. Ganz ehrlich: Ich finde, dein Text klingt extrem arrogant.

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    • So war er aber nicht gemeint. Ich bin nicht besser als die anderen. Deswegen bin ich neugierig: Was genau erscheint Dir denn arrogant?

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  36. Zum Thema Brexit ist vieles gesagt worden. Wer von uns weiß schon was richtig oder falsch ist, ich weiß es nicht. Dazu fühle ich mich zu wenig informiert. Als wir jedoch aufgefordert wurde, das Ganze zu ignorieren und unseren Kopf in den Sand zu stecken, da hat der Rebell in mir das dringende Bedürfnis verspürt sich zu Wort zu melden.

    Ich glaube wir haben viel zu lange die Vorgänge in der Politik ignoriert und wir haben zu vieles auch stillschwiegend hingenommen. Warum? Ich kann nicht für alle sprechen, aber die Argumente sind meist sehr ähnlich: „Das bringt doch nichts“, „Ich als Einzelperson kann ohnehin nichts ausrichten“, „Ist mir egal, was die Politikar da veranstalten“, „Die machen ohnehin was sie wollen“, etc.

    Diese Argumente hatten viele junge Briten auch und sie sind der Wahl fern geblieben. Sie haben „sich entscheiden lassen“ und haben ihren Mund auf dem Stimmzettel nicht aufgemacht. Sie haben geglaubt, dass die Dinge ohnehin so bleiben wie sie sind und dass es kein politisches Engagement braucht. Da haben sich die „jungen“ Herren und Damen aber kräftig verzockt. Jetzt müssen sie die Suppe auslöffeln, die ihnen die „alten“ Herren und Damen eingebrockt haben. Am Tag nach den Wahlen sind sie verkatert aufgewacht, haben sich den Sand aus den Augen gerieben und konnten scheinbar gar nicht glauben was da passiert ist. Das mag alles ein wenig undifferenziert und polemisch sein, aber vielleicht fühlen sich die jungen Menschen ja von mir provoziert, machen den Mund auf und stehen für sich ein. Hoffentlich werden die Jungwähler, die bisher den Wahlen ferngebliben sind, aus dem Brexit-Entscheid lernen und in Zukunft zur Urne gehen. Wenn dies eine Ergebnis des Brexit ist, dann wäre das wunderbar und dies gilt für alle Altersgruppen. Die Nummer mit der Ignoranz haben wir lange genug probiert, liebe Wähler und Wählerinnen. Und, hat es funktioniert. Ich denke nein.

    Wenn Menschen für ihre politische Meinung getötet werden – so geschehen während des „Wahlkampfes“ in England – dann sollten wir uns Gedanken machen, ob uns die Artikulation unsere Meinung wirklich so wenig wenige wert ist? Meine Verdacht ist, dass diejenigen, die ihr Meinung nicht äußern, Angst vor haben mit einer Person konfrontiert zu sein, die einen anderen Sichtweise hat und einen anderen Standpunkt vertritt. Das ist unbequem und unbequem wollen wir heute aber nicht mehr haben. Über Querdenker und unbequeme Leute wird, heimlich still und leise, in WhatsApp- oder facebook-Gruppen gelästert, statt sich mit den Betroffenen direkt auseinanderzusetzen. So ist es auch opportun in die allgemeine Politikerschelte einzustimmen, statt den Mund aufzumachen und sich politisch zu engagieren. Aber Demokratie ist nun mal ein Form um die gestritten und gerungen werden muss und zwar gemeinschaftlich.

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    • Hallo wbreuniger,
      Deine Sichtweise kommt meinem Denken sehr nahe.
      Das Wegsehen und ignorieren der politischen Entscheidungen scheint mir damit zusammen zu hängen, dass wir nicht wirklich erkennen, dass Macht – die Politiker nun einmal haben – den Menschen verändert, ich denke jeden Menschen und – – – dass jeder, solange er/sie ein bestimmtes Entwicklungsniveau nicht erreicht hat seinen eigenen Bedürfnissen nachkommen möchte (mehr Geld, mehr Anerkennung, mehr Ideologie, mehr …..). Das scheint mir eine Polarität in der der Mensch drinnen steckt und nur durch Reife und bewusst Entwicklung überwinden kann und derjenige geht dann meist nicht in die Politik, da er dann eher ein spirituelles Interesse hat und den Sinn der Dinge in sich selbst sucht. Insofern ist die Kontrolle der Politiker ständig geboten (wie z.B. abgeordnetenwatch.de) und Resignation nicht die Lösung.
      Das von Martin angestoßene Thema finde ich jedoch sehr gut da durch die Aufmerksamkeit auf diese die Sachverhalte bewußter werden – auch bei mir.

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  37. Lieber Tomy
    vielen vielen Dank für deinen sehr kompetenten Kommentar ! ich kann dem 100% zustimmen.
    Danke für das Verantwortung übernehmen.
    Danke für das Grenzen setzen.

    Ich arbeite mit Flüchtlingen und sage zu Ihnen habt Ihr kein schlechtes gewissen Eure Mütter und Frauen alleine zuhause zu lassen… Wer kämpft bei Euch für Eure Freiheit, Eure Frauen ? Es wird davon gelaufen auf der Suche nach einem besseren Leben, ja verständlich, oft werden ein bis zwei Söhne geschickt damit dieser hier umsonst studieren kann und wenn sie einen Pass bekommen holen sie die Freundin nach um dann die Familie in der Heimat zu unterstützen = Wirtschaftsflüchtlinge.
    Warum ist das alles gewollt ? Krieg ? Weniger Christen und Muslime?
    Das es viele Deutsche überfordert und das es ungerecht ist sieht man an der Afd…. Helfen ist gut, aber will ich als deutsche Frau wieder im Mittelalter leben? Und ja keines der anderen Länder war happy mit Merkels Kommentar… ja kommt nur alle her. Ich wäre auch nicht happy wenn jemand anderes zu mir sagt: So du nimmst jetzt noch 10 Kinder und ziehst die für mich groß.
    Ich finde es klasse das die Briten raus sind. Und ja wir sollten auch wählen dürfen. Denn ich habe auch keine Lust mehr das Personal – (Personal Ausweis) der Bundesregierung zu sein wo du mehr und mehr gezwungen wirst dich für andere sich in den Burnout zu arbeitet. https://www.youtube.com/watch?v=jvUfaN9z1_Q. Ich wäre gerne ein mündiger Bürger der so gut leben möchte wie so einige in anderen Eu Ländern ( denn wie schon gesagt in anderen EU Ländern gingen und gehen sie mit 55- 60 ig in Rente) In Irland bekommen Kollegen 80 ig wo man hier für eine gleichwertige Stelle 45-50 bekommen und mehr Steuern zahlt. Ist das richtig?
    Flüchtlinge dürfen gerne kommen aber nicht als Sozialhilfeempfänger, die sollen doch bitte genau wie ich auch für Ihr Geld arbeiten gehen dürfen. In Griechenland lässt man sie auf Feldern arbeiten, hier würde sich das keiner trauen, denn dann sind wir ja wieder die Nazis.
    Es tut mir leid das ich etwas vom Thema abgewichen bin, aber was unsere Regierung mit uns macht ist sehr weit weg von Gerecht sein.
    MFG Thea

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  38. Mir gefällt Deine Stellungnahme, Martin. Weil Du uns daran erinnerst, dass jeder eine Verantwortung hat für das, was er denkt und vor allem tut. Das ist für mich das Wesentliche, drauf kommt es an, wenn man ernsthaft aus der Opferrolle rauskommen will, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Genau das ist vielen (noch immer) nicht bewusst, deshalb erleben wir im Kleinen wie im Großen Schuldzuweisungen, Ausgrenzungen bis hin zu tätlichen Übergriffen. Nur wer Verantwortung für seine Gedanken und sein Tun übernimmt, schafft es aus der Angstfalle. Vor diesem Hintergrund finde ich das Kritisieren von Politikern auch ambivalent: sie kommen aus unserer Mitte, wurden von einer Mehrheit gewählt. Das bedeutet: wenn wir endlich erkennen, dass wir alle Teil von Gemeinschaften sind und als solche maßgeblich mitbestimmen, wie es in unserer Gesellschaft, in unserem Land und in Europa aussieht, ist viel gewonnen. Insofern ist der Brexit auch das Ergebnis einer bestimmten Art zu Denken, das nun mal die Mehrheit hatte. Ob das gut oder schlecht ist, ist eine Wertung. Wir werden damit jedenfalls alle unsere Erfahrungen machen, und ob uns die gefallen, steht auf einem anderen Blatt …..
    MfG Andrea

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