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Toxische Liebe – was nun? Interview mit Kirsten Berlin

Eine toxische Liebe ist eine Partnerschaft, die so sehr vergiftet ist, das sie die Beteiligten an den Rand eines Nervenzusammenbruchs führen kann. 

Dabei beginnt alles wie im Paradies. Man hat anfangs das Gefühl, auf seinen Seelenpartner, seine Seelenpartnerin gestoßen zu sein. Das Paradies auf Erden.

Aber ziemlich schnell beginnt sich die Beziehung in eine Hölle zu verwandeln. Streitereien. Entwürdigungen. Entfremdungen. Zusammenraufen – und wieder eine Trennung.

In dem Interview mit der Beziehungsexpertin Kirsten Berlin beleuchten wir, wie eine toxische Liebe entsteht, welchen Verlauf sie in der Regel nimmt – und wie man am besten mit ihr umgeht.

Dazu zwei Buchtipps:

Kirsten Berlin
Empathische Liebe mit einem narzisstischen Partner

Stefanie Stahl
Das Kind in dir muss Heimat finden: In drei Schritten zum starken Ich – das Arbeitsbuch

1 Kommentar

  1. Ich kenne es: https://www.lesenmitlinks.de/psychische-gewalt-die-gefaehrliche-geliebte/

    Eine Spezialistin, die ich damals aufgesucht habe, schreibt in ihrem Gutachten: „Sie kamen zu Beginn der Behandlung in einer schweren Krise. Meine Diagnosen waren ‚schwere depressive Episode’ mit Suizidalität und akute ‚Belastungsreaktion’.
    Auslöser der Krise war das Ende einer Beziehung zu einer Frau, von der Sie überzeugt waren, sie sei die Frau ihres Lebens. Die Beziehung war geprägt durch destruktive Muster, die Irritationen und Schuldgefühle hervorriefen. Für mich war sichtbar, dass Sie sich verstrickten und es Ihnen nicht gelang, Ihrem Impuls nachzugeben, gehen zu müssen. In einem Chaos von Kälte, Irritationen und Manipulationen verirrten Sie sich, jeder Selbstschutz wurde unterdrückt. Obwohl die Beziehung nur wenige Wochen dauerte, blieben Sie verstört und depressiv zurück.“

    Und in meinem Roman „Sandbergs Liebe“ beschreibe ich genau diese Manipulation: https://www.zeit.de/kultur/literatur/2019-02/sandbergs-liebe-roman-jan-drees-rezension

    Hier berichtet ein reales Opfer, das es beinahe nicht überlebt hätte: https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/generator-gaslighting-wie-aus-liebe-emotionale-gewalt-wird-100.html

    Er sagt unter anderem: „Wenn wir unterwegs waren, habe ich versucht, mich zu beherrschen. Wenn wir im Café saßen, habe ich krampfhaft in Tinkas Gesicht geschaut, bloß nicht in Richtung anderer Tische. Ich bin unsicher geworden. Ich bekam Panikattacken. Ich hatte fürchterliche Verspannungen und Schlafstörungen. Mir war klar: jederzeit kann eine neue Bombe hochgehen.“

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