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Happy Moment: Warum ich schreibe

Hallo Welt, ich möchte einen Augenblick mit Dir teilen, den ich gerade ganz intensiv spüre und für den sich in meinem Geist noch die Worte formen.

Redigiere gerade mein Kapitel „Neuronaler Dschungel“. Wenn es fertig ist, habe ich 3/4 geschafft. Yeah!

Aber das ist nicht, was ich mit Dir teilen möchte.

Bin gerade so im Fluss.

Jeder, der mich besucht, betrachtet meine Wände mit großem Befremden. Flipchart neben Flipchart. Für den Normalsterblichen kaum lesbar. Lauter Zeugs, Rohe Gedankensplitter, Diagramme, Zitate, Einsichten sowie Unausgegorenes. ;-D

Egal.

Schreiben ist Flow ist Chaos ist Überfluss ist heilloses und heiliges Durcheinander zugleich.

And I am fucking loving it.

Warum?

Schreiben mag ein einsamer Prozess sein. Aber Du bist in jedem Moment bei mir.

Nicht real. Aber in Gedanken. Und damit auch in meinem Gefühl.

Ich erzähle – Du antwortest mir. Mal mit einer Emotion. Mal mit einer Idee. Mal schweigst Du beredt.

Alles in allem aber: Ein Dialog, der nur in meinem Inneren stattfindet.

Und darum kann ich den Moment nicht erwarten, in dem ich mit Dir all das teilen darf.

Vielleicht wirst Du es Scheiße finden. Oder schlimmer noch: Vielleicht wird es Dich nicht berühren.

Aber wenn doch, wenn mein Geist mit dem Deinen zu tanzen beginnt, wenn mein Gefühl mit dem Deinen verschmilzt – das ist der Augenblick, um den sich das alles dreht.

Denn beim Lesen in die Welt eines anderen einzutauchen und sich selbst als Lesende/r mit all seinen Gedanken, Emotionen, Meinungen, Erfahrungen, Erinnerungen, Leidenschaften einzubringen, ist ein intimer und zugleich kreativer und überaus schöpferischer Akt.

Und wenn es gut läuft zwischen uns beiden, zeugen wir ein paar neue Einsichtskinder, die Dein, die mein und die das Leben der Menschen um uns herum inspirieren und befruchten können.

Schreiben ist Leidenschaft ist Befruchten ist Gebären ist Leben.

OMG!

😀

Merci, dass ich das mit Dir teilen durfte.

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16 Kommentare

  1. Hallo Martin, für einen Kreativen hast Du einen noch recht aufgeräumten Schreibtisch. Deine Wohnung ist wirklich schnuckelig. Ich freue mich, dass es Dir gut geht.Genauso wie wir an diesem Ende der Leitung Teil Deines Lebens sind, bist Du an Deinem Ende der Leitung auch Teil unseres Lebens. Wir, Deine Schüler, dürfen uns glücklich schätzen, dass wir mit Dir einen so empatischen und offenen Lehrer gefunden haben. Ich bin mir ziemlich sicher, auch, wenn Du im letzten Jahr einige Niederlagen einstecken mußtest, dass Du für viele Menschen auf dieser Seite Deines Arbeitsplatzes ein echter Glückfall bist. Bitte lass Dich nicht unterkriegen und mach weiter so. Ich persönlich freue mich auf Dein Buch.

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    • Ich habe mich auch auf das Buch gefreut. Aber wo ist es denn nun? Der angekündigte Erscheinungstermin (Ende 6/2019) ist längst verstrichen. Alle Buchvertriebe haben die ursprüngliche Ankündigung mit „nicht erhältlich“ gecancelt.

      Ich kann mir nicht vorstellen, dass man sich als Autor eine Riesenmühe macht und zig Nächte durcharbeitet und das Manuskript und den Autorenvertrag dann einfach in den Mülleimer wirft.

      Martin, Du bist doch sonst so offen. Ich würde mich deshalb freuen, wenn Du mich von den vielen Fragezeichen befreien und einfach mal offen schildern könntest, was geschehen ist.

      LG
      Rolf

      Antworten
      • Hallo Rolf

        es gibt in der Tat Neuigkeiten.

        Mehr dazu in Kürze (September / Oktober).

        ; )

        Martin

        Antworten
        • Leeres Versprechen?

          Antworten
          • Nö. Wir sind da noch dran.

  2. he, he, bei der Kameraführung war doch auch noch Campari im dunkelroten O-Saft,
    degegen is nix einzuwenden 🙂
    Aber eine Kapselmaschiene geht gar nicht, da muss ich mal meckern und auf Plastikmüllvermeidene Siebträgermaschienen hinweisen.
    Sei im Flow, lieber Martin 🙂 !!

    Antworten
    • Oha. Ich gehe in mich. ;-D

      Antworten
  3. Hallo, Martin,
    was ich an dir so schätze, das ist diese wunderbare Offenheit und Unbekümmertheit, mit der du die Ereignisse, Gefühle, dein Leben mit anderen Menschen teilst. Du machst einen Raum auf, den jeder betreten darf und sich darin umschauen, ob er etwas findet, was ihm gefällt, gut tut, wundert, inspiriert, berührt – oder eventuell auch nervt (wer weiß?).
    Danke dafür, mir gibt es immer einen wundervollen „Push“ noch mehr in den Moment zu gehen, ich selbst zu sein. Ich freue mich auf dein Buch.

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  4. Fein Martin, es sieht in Deiner Wohnung durchaus geordnet aus. Bin beeindruckt von Deinem aufgeräumten Schreibtisch. 😊
    Bei mir herrscht da eher Chaos. 🙈

    Kann ich gut nachfühlen wie inspirierend und lustvoll Schreiben ist. Geht mir auch so. Eine kreative, unerschöpfliche Spielwiese. Was doch alles in uns Menschen schlummert, finde ich faszinierend. Bin gespannt, was für ein einzigartiges Baby Du auf die Welt bringst.
    Liebe Grüße
    Ellen

    Antworten
  5. Und ich sehe langsam eine große Gefahr aufkommen …nämlich die sich im Flow zu verlieren … und mit wallenden Worten andere zum Following von Inhalten zu verleiten, die einer solchen Schwülstigkeit nicht angemessen sind …

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  6. Zur Frage von Rolf: „Leeres Versprechen?“ und der Antwort von Martin: (3. November 2019 at 10:57)
    „Nö. Wir sind da noch dran.“

    Martin, irgendwie scheint es Dir furchtbar peinlich zu sein, die Gründe preiszugeben, warum aus Deinem Buch, das Du mit großem Bohei angekündigt hast, nichts geworden ist. Oder warum sonst hast Du geradezu penibel jede Erinnerung an Dein Buchvorhaben aus Deinem Blog gelöscht?

    Antworten
    • Hey Rolf

      nö, das ist mir null peinlich.

      Ich habe mich entschieden, das Buch genau so zu machen, wie ich es will. Ohne Zeitdruck. Ohne Kompromisse. Und mit genau der Muße, die mir dafür angemessen erscheint.

      Zumal ja auch noch eine wahnsinnig begabte Illustratorin, Judith Hilgenstöhler, dran mitarbeitet.

      Da ist’s wichtig, gemeinsam den Stil zu finden, den das Buch verdient.

      Hier kannst Du schon mal einen ersten Screenshot sehen.
      https://content.bigshift.live/Archiv/BUCH_SCREENSHOT.jpg

      Wann wir soweit sind, weiß ich nicht. Das Buch braucht so lange, wie es braucht.

      ; )

      Martin

      Antworten
      • Ach, wirklich?
        Und wieso sagt mir dann Dein Verlag, dass Dein Buch ABGELEHNT wurde?

        Antworten
        • Das Buch wurde nicht abgelehnt. Im Gegenteil.

          Die Geschichte dahinter erzähle ich, wenn es soweit ist.

          Und nicht eine Minute eher.

          Deswegen meine Bitte: Übe Dich einfach nach Ende bisschen in Geduld.

          ;)))

          Antworten
          • Klar, „im Gegenteil“. 😉 😉 😉

            Vertrösten macht auch nur immer skeptischer.

  7. Bzgl. Buch:
    Ich sag’s ja: leere Versprechen. Und keinen Mut, mit der Wahrheit herauszurücken.

    Antworten

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