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G20. Warum die extrem Linken und Rechten irren

Prügeleien. Plünderungen. Zerstörung. Verletzte. Der G20 Gipfel ist vorüber und hinterlässt eine erschreckende Bilanz.

Aber auch eine wichtige Einsicht.

Zumindest für mich…

Zu verdanken habe ich sie übrigens Justin Trudeau, der am Rande des Gipfels ein Interview gab, in dem er betonte, dass man die vorhandenen Systeme nutzen solle, um Chancen für Alle zu schaffen, „ohne in die Angst zu verfallen, wie es die extremen Rechten gerne tun, oder aggressiv zu werden, wie es die extremen Linken scheinbar bevorzugen“.

Natürlich ist die Einteilung in extrem linkes und rechtes politisches Verhalten klischeebeladener Unsinn.

Und doch: Etwas Wahres konnte ich dennoch für mich entdecken.

Die extreme Linke und Rechte der Politik werden beide von Angst genährt.

Und Angst weckt in uns das Reptiliengehirn, das nur noch Angriff, Flucht oder Anpassung kennt.

Ein schwarzbekleideter Anti-Faschist, der prügelt, zündelt und plündert, ist genau so von Angst getrieben wie all diejenigen unter den AfD-, Trump- und Erdogan-Anhängern, die nach dem starken Mann rufen, weil sie sich selbst nicht zutrauen, ihr Leben in die Hand zu nehmen und zu meistern.

Zerstörung, die Unschuldige trifft (und genau das ist im Schanzenviertel geschehen), ist ebenso dumm und nutzlos wie die Sehnsucht nach dem starken Autokraten, der in erster Linie nicht nach dem Wohl der Allgemeinheit, sondern nach dem Auf- und Ausbau der eigenen Macht trachtet.

Der aggressive Linke oder Rechte verrät mit der Gewalt ebenso die löbliche Agenda nach Gleichheit und Gerechtigkeit wie der kleinmütige Linke oder Rechte, der sich nach „Gesetz und Ordnung“ und einem „starken Führer“ sehnt – und damit mehr als einmal seinen eigenen Untergang herauf beschworen hat.

Wohin angstgetriebene Aggression und Anpassung führen, hat uns die Geschichte nun oft genug gelehrt.

Es wird Zeit, dass wir was Anderes machen.

Trudeau hat recht.

Es wird Zeit, zu gestalten.

Mit dem, was wir haben.

Und zwar nicht für einige Wenige.

Sondern für alle.

Auch für die Ängstlichsten auf der Welt. Den extremen Linken und Rechten.

Denn unsere Ängste werden erst sich dann beruhigen, wenn wir merken, dass wir uns wirklich aufeinander verlassen können.

Nur gemeinsam werden wir auf diesem Planeten Frieden erreichen und Wohlstand für alle schaffen können.

Das bedeutet auch: Die Politik braucht uns.

Der Big Shift, der große Wandel von Angst zu Liebe auf allen Ebenen des Lebens, beginnt bei jedem Einzelnen von uns.

Lass uns damit beginnen, dass jeder von uns etwas freiwillig von dem gibt, was er oder sie gut beitragen kann.

Ich mache gerne den Anfang: Hier und hier gibt es was auf lau von mir für die Menschen, die ihr Leben in die Hand nehmen möchten.

Und hast Du schon eine Idee, was Du gerne geben magst?

2 Kommentare

  1. Ja, lieber Martin,der Meinung bin ich auch und daher setze ich meine Zeit und meine Kraft auch gerne ein. Ich habe eine Ausbildung als ehrenamtliche Sterbebegleiterin gemacht und helfe Menschen, damit ihr Leben bis zum Schluss so lebenswert wie möglich sein kann.
    Das ist das, was ich beitragen kann.

    Deine Idee ist klasse und ich hoffe, dass viele Menschen sind begeistert aufnehmen und ins TUN kommen.

    Herzliche Grüße von
    Barbara Klein

    Antworten
  2. Lieber Martin,

    mein Beitrag ist, Mutter Erde zu lieben und möglichst wenig zu belasten, damit wir Menschen eine lebenwerte Zukunft haben.

    Ich bin im Denken und Handeln sehr achtsam, ernähre mich vegan, verzichte auf Flugreisen, unterstütze den WWF und Atmosfair und beteidige mich an Erdheilungsaktionen.

    Mit meinen Ansichten und Anregungen habe ich einige Menschen zumindest zum Nachdenken gebracht.

    Es tut gut zu Handeln, und ich bin sehr dankbar dafür, dass ich mich hier bei Dir äußern darf.

    Alles Liebe,
    Ingeborg Wiemer

    Antworten

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